Der berührende Brief der Rentnerin Ramona an NIUS: „Ich habe nur 150 Euro im Monat – für mich und meine alte Hündin“
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Rentenarmut in Deutschland – kaum ein anderes Thema bewegt unsere Leser so wie die Frage: Was bleibt mir, wenn ich alt bin? Und: Wie schaffe ich es, mit meiner kleinen Rente zu überleben. Lesen Sie die exemplarische Geschichte der Rentnerin Ramona aus Böhlen bei Leipzig, die uns in einem sehr persönlichen Brief ihre Alltagssorgen geschildert hat.
Hier einige anrührende Auszüge:
„Ich war vor 16 Jahren das letzte Mal im Urlaub. Ich bin früher gerne ins Kino gegangen, mal zum Essen, mal zum Frisör. Das ist heute nicht mehr drin. Ich bekomme mit Wohngeld 1080 Euro im Monat. Nach Abzug aller Kosten – Miete, Strom, TV, Hausrat/Haftpflicht, Müll usw. bleiben mir 150 Euro im Monat zum Leben. Mir wurde mein Antrag auf Befreiung von den GEZ-Gebühren abgelehnt. Mein einziger Luxus – wenn man das so nennen kann – ist Internet und meine alte Hündin. Ab und zu unterstützen mich Freunde und bringen Hundefutter mit.“

Ein Leben lang arbeiten, um im Alter 150 Euro im Monat zu haben – nicht nur für Ramona eine traurige Realität (Symbolbild).
Frau Baerbock und ihre Visagistin
„Ich habe zwei Kinder großgezogen, ich habe hart gearbeitet. Und jetzt werde ich auch noch dafür bestraft mit einer mickrigen Rente! Da fällt man doch vom Glauben ab – vor allem, wenn man an die Steuergeldverschwendung bei der Entwicklungshilfe denkt oder zum Beispiel daran, dass Frau Baerbock nie ohne eigene Visagistin reist. Bürgergeldempfänger haben mehr zum Leben als alleinstehende Rentner wie ich. Dabei sind wieder die Diäten für Politiker gestiegen. Das ist doch ein Schlag ins Gesicht der Mütter. Entwicklungshilfe auch für China und Indien: abschaffen, dann ginge es allen Deutschen wieder besser. Auch Rentnern wie mir.“
Dafür sind wir nicht auf die Straße gegangen
„Ich bin erwerbsgemindert und werde wie viele von uns noch bestraft. Bestraft als Frau, bestraft als Mutter, bestraft dafür, dass ich chronisch krank geworden bin. Dafür bin ich nicht 1989 auf die Straße gegangen, um mich nun durchzuquälen bis zum Tod. Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Wie wäre es mit einem Soli für Rentner, die unter der Armutsgrenze von 1250 Euro liegen? Mein Appell an die Politik: Bitte verliert nicht die alleinstehenden Rentner und Mütter aus dem Blickfeld. Wir haben in unserem Ort keine Tafel – und Flaschen können wir auch nicht sammeln. Es sind zu wenige da.“
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