Der öffentliche Raum ist jung, migrantisch, männlich: Können Frauen in unseren Städten nie wieder Silvester feiern?
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Der Jahreswechsel hat in Deutschland wieder Hunderttausende Menschen auf die Straße gezogen. Die Bilder aus unseren Innenstädten gleichen jedoch nicht mal mehr ansatzweise dem, was viele Deutsche traditionell unter einer Silvesterfeier verstanden haben.
In gut gelaunter Runde beisammen sein, das Jahr mit gutem Essen und Trinken ausklingen lassen, gemeinsam „Dinner for one“ schauen, das vergangene Jahr Revue passieren lassen: In deutschen Wohnzimmern hat sich das Silvester-Fest seit Jahrzehnten kaum verändert.
Sobald es gen Mitternacht an die frische Luft geht, tut sich in den Innenstädten jedoch eine komplett neue Silvester-Welt auf.
Oder eher ein Silvester-Schlachtfeld …
Dort, wo sich sonst Freunde & Fremde zuprosteten, Verliebte zusammen in den Himmel schauten, junge Leute in den Club aufbrachen, liegen Aggression und Rohheit in der Luft.

Böllern ohne jede Vorsicht – in vielen Städten inzwischen Standard an Silvester.
Überall Kapuzen und Jogginghosen, aggressives Herumgepose auf Arabisch, Blaulicht-Einsätze schon weit vor Mitternacht. Böller fliegen wild durch die Gegend, ohne Rücksicht auf Familien oder Einsatzkräfte von Polizei oder Feuerwehr.
Rücksicht ist eh ein gutes Stichwort: Die gibt es nämlich einfach nicht mehr. Ohne auf Mitmenschen und potenzielle Gefahren zu achten, wird der öffentliche Raum vereinnahmt. Es ist kein Silvester mehr, wie wir es in Deutschland von Marktplätzen und aus den Innenstädten kennen. Scharen junger Männer mit Migrationshintergrund schreien und tanzen herum, besetzen Brunnen und Mauern, pöbeln Polizisten und Passanten an, böllern ohne jede Vorsicht.
In diesem Szenario mit einem Glas Sekt vor die Türe treten und zuschauen, wie Goldregen und Wunderkerzen den Nachthimmel erleuchten – absolut undenkbar! Hier die Teenie-Tochter oder den Teenie-Sohn allein mit Freunden feiern lassen – absolut undenkbar!
Silvester, wie es einmal war, in Deutschlands Innenstädten inzwischen nicht mehr vorfindbar. Wo die Mehrheit früher eine magische Nacht friedlich gefeiert hat, herrschen heute Respektlosigkeit, Krawall- und Zerstörungswut.
Wer in Ruhe und Sicherheit feiern will, bleibt daheim oder besucht eine Großveranstaltung mit Böllerverbot wie an der Hamburger Außenalster oder am Berliner Brandenburger Tor. Einfach durch die Stadt stromern und schauen, was an Silvester so los ist, das ist nur noch etwas für ganz Mutige.

Silvester-Szene aus Köln
Und, wenn überhaupt: nur für Männer. Der öffentliche Raum in der Silvesternacht ist jung, migrantisch und männlich.
Was schon fast nicht mehr auffällt, aber alles andere als normal ist: Frauen tauchen auf vielen Bildern der Silvesternacht kaum noch auf.
Die Böller- und Testosteron-Schlachtfelder von Berlin, Köln, Hamburg, Frankfurt sind für sie seit Jahren No-go-Areas. Ihre eigenen Ehefrauen, Schwestern, Töchter bringen diejenigen, die die Plätze nun für sich beanspruchen, auch nur selten mit. Sie werden wissen, warum.
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