Deutsche Fregatte soll ins Rote Meer: Pistorius spricht vom „Gefährlichsten Einsatz der Marine seit Jahrzehnten“
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Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hebt den Einsatz der Fregatte „Hessen“ im Roten Meer als Beweis für Deutschlands Bereitschaft und Fähigkeit hervor, international Verantwortung zu tragen. Während seines Besuchs auf dem Schiff in Kreta sagte der SPD-Politiker: „Man kann ohne Übertreibung sagen, es ist der ernsthafteste, der gefährlichste Einsatz der Marine seit Jahrzehnten“.
Der Einsatz zielt darauf ab, das Völkerrecht, die Freiheit und Sicherheit auf den Meeren zu schützen sowie Handelsrouten und die Region zu stabilisieren. Huthi-Terroristen beschießen immer wieder Handelsschiffe aus Solidarität mit dem Kampf der islamistischen Hamas.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und der Fregattenkapitän Volker Kübsch an Bord der Fregatte „Hessen“ in Souda Bay, Kreta.
Mit der bevorstehenden Zustimmung des Bundestages zum Mandat wird die „Hessen“ direkt aus dem Suezkanal ins Rote Meer aufbrechen. Diese Mission stellt sich als der riskanteste Marineeinsatz der Bundeswehr dar, insbesondere weil Angriffe durch die militant-islamistische Huthi-Miliz aus dem Jemen eine reale Gefahr bilden. Pistorius unterstrich die Möglichkeit eines direkten Angriffs auf die Fregatte: „Das gehört zur operativen Vorbereitung dazu, sich auch darauf einzustellen“.
Deutschlands Ziel sei es „Angriffe mit Drohnen, mit Raketen, mit was auch immer auf die Schiffe, die hier durchfahren, abzuwehren“ ohne selbst Offensivaktionen gegen Huthi-Stellungen am Festland zu initiieren, wie es andere Nationen tun, wie etwa die USA und Großbritannien.

Die Fregatte „Hessen“
Fregatte kann einen Luftraum von der Größe der gesamten Nordsee überwachen
Angesichts der Gefahren meiden große Reedereien zunehmend die kürzeste Verbindung auf dem Seeweg zwischen Asien und Europa durch das Rote Meer und den Suezkanal. Dies hat mittlerweile erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die USA und Großbritannien haben deswegen zuletzt Ziele der Huthi im Jemen angegriffen.

Die „Hessen“ ist unter anderem mit Flugabwehrraketen ausgerüstet. Das 143 Meter lange Schiff wurde speziell für den Geleitschutz und die Seeraumkontrolle konzipiert. Mit seinem speziellen Radar kann es nach Angaben der Bundeswehr einen Luftraum von der Größe der gesamten Nordsee überwachen. Die Flugabwehrraketen können demnach mehr als 160 Kilometer weit reichen.
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