„Deutschland schafft sich ab und ich bin live dabei“: Das Elend mitten in Berlin
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Kaum ein Ort in Berlin steht so sehr für den Verfall des öffentlichen Raumes wie der Leopoldplatz.
Der fast 5 Hektar große Platz in Berlin-Wedding, an dem die Nazarethkirche steht, ist einer der prominentesten Orte der Drogenbeschaffung und des Konsums. NIUS traf dort unter anderem einen Pakistaner aus Afghanistan, der 2015 nach Deutschland geflüchtet ist, eine Haftstrafe verbüßt hat und inzwischen offen am Leopoldplatz Heroin raucht. Seine Erwartungen an die Flucht und Deutschland wurden dabei, wie er selbst sagt, nicht erfüllt.
Dabei sind die Spuren überall sichtbar: beginnend bei Spritzbesteck in angrenzenden Grünflächen bis hin zur offenem Handel vor den öffentlichen Toiletten unweit vom Spielplatz. Die Polizei, die oft vor Ort patroulliert, ist dabei nicht in der Lage, das Treiben umzusetzen.
Dabei sind die Zustände auch Grund für Verärgerung der Anwohner und Nachbarschaft. Neben zahlreichen Initiativen und Petitionen, die sich dafür einsetzen, die Situation am Leopoldplatz zu verbessern, äußern Menschen, die in der Nähe wohnen, ihren Unmut. Ein Händler sagt, er könne keine Wertsachen im Auto hinterlassen. Ein anderer Mann geht weiter: „Das Buch von Sarrazin Deutschland schafft sich ab, eigentlich wollte ich es lesen, aber ich brauch das gar nicht mehr – ich bin ja live dabei“, so der Mann.
Hier die ganze NIUS Originals-Reportage „Zombieland“ ansehen:
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