Entwicklungsministerin Schulze verteidigt Millionen-Zahlungen für Radwege in Peru: „Beitrag zum globalen Klimaschutz“
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Seit Wochen stehen zahlreiche Entwicklungsprojekte in der Kritik, die durch den deutschen Steuerzahler finanziert werden. Nun stellt Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) in einem Interview mit der ZEIT klar: Radwege in Peru zu fördern, schützt das Klima.
Schulze verteidigte die weltweiten Zahlungen über die Entwicklungshilfe und erläuterte, dass die Zusammenarbeit mit ärmeren Staaten für Deutschland aus mehreren Gründen wichtig sei: „Wir brauchen die Zusammenarbeit mit anderen Ländern – auch mit den ärmeren Staaten. Weil wir auf Rohstoffe aus diesen Ländern angewiesen sind. Weil wir zunehmend auf Fachkräfte aus solchen Ländern angewiesen sind. Und um besser auf Fluchtbewegungen reagieren zu können“, so die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Die Förderung von Fahrradwegen in Peru sei als Beitrag zum globalen Klimaschutz zu verstehen. Die Unterstützung eines Programms zur positiven Maskulinität in Ruanda trage zur sozialen Stabilität bei. Gleichzeitig ist sich die Ministerin sicher: „Die Mehrheit im Land sieht eine deutsche Verantwortung, sich bei der Lösung globaler Probleme zu engagieren. Ob das jetzt in der Klimapolitik ist oder beim Kampf gegen den Hunger.“

Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin fuer wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, und Hubertus Heil (SPD), Bundesminister fuer Arbeit und Soziales, besuchen eine Kakao Plantage in Westafrika.
Die Äußerungen von Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze stehen im Zusammenhang mit der zunehmenden Kritik an der Entwicklungspolitik der Regierung, die durch die jüngsten Bauernproteste intensiviert wurde.
Schulze erklärte, dass viele der aktuellen Entwicklungsprojekte von ihrem Vorgänger Gerd Müller, einem Mitglied der CSU, genehmigt worden seien. „Die Aufregung der Union über die Entwicklungszusammenarbeit zeige, in welchem Ausmaß substanzloser Populismus bei CDU und CSU um sich greife. „Und auch in der CSU sollte man wissen, dass wir uns als Exportnation nicht einfach in unser Schneckenhaus zurückziehen können“, so Schulze.
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