Erste Kirche führt bei Workshops wieder Rassentrennung ein
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- Diese Überschrift hätten wir Ihnen bei NIUS gerne erspart.
- Im September findet im hessischen Spangenberg die fünfte „Dear White Church“-Tagung statt.
- Unter anderem im Programm: eine morgendliche Andacht. Danach Workshops getrennt nach Hautfarbe.
Haben Sie sich folgende Frage auch schon gestellt: Was bedeutet es, eine rassismuskritische und postmigrantische Kirche zu werden? Die Antwort darauf möchte die diesjährige, fünfte „Dear White Church“-Tagung geben, welche von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) veranstaltet wird.
Drei Tage lang (Wochenende vom 20. bis 22. September 2024) liefern Workshops die Antwort auf die zuvor genannte Frage und beschäftigen sich intensiv mit der „postmigrantischen Perspektive“.
Die EKHN beschreibt ihre Veranstaltung auf der eigenen Webseite wie folgt:
Mit Empowerment-, Awareness-, Strategie- und Vernetzungsangeboten möchten wir unser rassismuskritisches Engagement vorantreiben. Im Austausch mit Expert*innen und auf der Grundlage eurer Erfahrungen loten wir gemeinsam aus, welche notwendigen und sinnvollen Maßnahmen wir ergreifen wollen. Die Tagung soll Raum für Austausch und Reflexion bieten und Möglichkeiten aufzeigen, welche Schritte gegangen werden können, um einen Beitrag zu einer rassismuskritischen Kirche zu leisten. Teilnahmebeitrag: 30 € bis 75 Euro nach Selbsteinschätzung.
Außerdem rühmt sich die EKHN mit zahlreichen „Kooperationspartner*innen“: das Amt für kirchliche Dienste in der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die vereinte Evangelische Mission, die KD-Bank für Kirche und Diakonie, das Zentrum gesellschaftliche Verantwortung der EKHN (ZGV).

Pfarrer Volker Jung nimmt die geistliche Leitung der EKHN wahr. Er ist aktuell auch Vorsitzender der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen – einem Zusammenschluss von zwölf Landeskirchen.
Workshops für „weiße Teilnehmer*innen“, aber Diskriminierung? Ausgeschlossen!
Damit vor Ort sich niemand diskriminiert fühlt, sorgt der Veranstalter vor. Die Kirche hält besonderes Personal dafür bereit und schreibt:
„Wir legen Wert auf eine machtkritische und diskriminierungssensible Veranstaltung. Es wird ein Awarenesskonzept und entsprechende Ansprechpersonen geben, welche sensibel für verschiedene Diskriminierungsformen sind.“

Ein vierstündiger Workshop trägt den Titel „Gemeinsames Arbeiten mit Njeri Weth“. Werth ist Gospelsängerin.
„Musikalischer Empowermentvormittag für BPoC“
Das Seminarprogramm gibt Aufschluss über die Rassentrennung. Während am Freitagvormittag von 9 Uhr bis 12 Uhr Weiße einen nicht genauer benannten Workshop durchführen, dürfen „BPoc“ (gemeint Schwarze und „People of Color“) einen „musikalischen Empowermentvormittag“ genießen. Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Mittagessen, optional mit Andacht.
Organisator der Veranstaltung ist Matthias Bloeser. Er ist für den ZGV tätig und sieht sich selbst als politischer Berater. Auch zum Verhältnis von Kirche und Politik hat er eine klare Meinung, die er auf Instagram teilt:
Welche Relevanz hat die postmigrantische Perspektive für die Kirche? Die Antwort auf diese Frage hätte es bereits Samstagmorgen um 9 Uhr in einem Workshop gegeben. Interessierte werden sie nicht mehr erfahren. Anmeldeschluss für die Veranstaltung war bereits am 15. Juli.
Auch bei NIUS: Evangelische Kirche verliert 500.000 Mitglieder: Christen suchen in der Kirche Ruhe und Gott – keine Politik!
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