Es ist eine Beleidigung, wenn Männer so tun, als wären sie die besseren Frauen
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NIUS-Kolumnistin Eva Vlaardingerbroek
Jedes Jahr bewerben sich junge Mädchen um den Titel „Miss Niederlande“. Dieses Jahr ging der Titel an die 22-jährige Transgender-Frau Rikkie Kollé. Während dies bis vor etwa fünf Jahren wahrscheinlich zu einem breiten Stirnrunzeln geführt hätte – oder vielleicht sogar zu der Schlussfolgerung, dass Kollé gar nicht erst an einer solchen Wahl hätte teilnehmen dürfen – kann heute niemand mehr wirklich überrascht sein. In der heutigen Zeit, in welcher der Woke-Wahn regiert, ist die am häufigsten gestellte Frage mittlerweile: Was ist eigentlich eine Frau?
Rikkie Kollé ist Miss Niederlande 2023.
Diese scheinbar einfache Frage ist eine, mit der sich Wissenschaftler, Biologen, Psychologen und normale Bürger herumschlagen. Auch das ist nicht verwunderlich in einer Zeit, in der nicht die Fakten, sondern die Gefühle im Mittelpunkt stehen: einer Zeit, in der die Wissenschaft zu einem Werkzeug zugunsten einer politischen Ideologie geworden ist.
Es ist eine Zeit, in der jeder, der sich dieser politischen Ideologie nicht anschließt oder es sogar wagt, ihr zu widersprechen, um seinen Arbeitsplatz, seinen Ruf oder seinen Freundeskreis fürchten muss.
Dennoch ist es wichtig, die Fakten beim Namen zu nennen: Und sei es nur, um ein Gegengewicht zu den allumfassenden Virtuesignals (deutsch: Zurschaustellen moralischer Werte) zu schaffen, die auf uns ausgeübt werden.
Und die Wahrheit ist, dass Miss Niederlande 2023 ein Mann ist. Die Wahrheit ist, dass man sein Geschlecht nicht ändern kann. Wenn Sie als Mann geboren sind (XY-Chromosom), dann bleiben Sie ein Mann. Wenn Sie als Frau geboren sind (XX-Chromosom), dann bleiben Sie eine Frau.
Im DSM-5, dem Standardhandbuch für die Diagnose psychischer Erkrankungen, wird von Geschlechtsdysphorie gesprochen, wenn jemand aus irgendeinem Grund schwere Unzufriedenheit oder Entfremdung in Bezug auf sein oder ihr Geschlecht erlebt.

Das waren die Finalistinnen der Miss-Niederlande-Wahl. Die Jury hat sich für den Mann der Runde (1.v.l.) entschieden.
Anstatt Kindern und jungen Erwachsenen, die mit ihrem Körper oder ihrem Geschlecht unzufrieden sind, beizubringen, sich selbst zu akzeptieren, wird schon in sehr jungen Jahren eingegriffen, zum Beispiel mit Pubertätsblockern und Operationen. Dies führt oft zu lebenslanger Unfruchtbarkeit. Menschen, die unter Geschlechtsdysphorie leiden, werden auf ein Podest gestellt und als „Idealbild“ präsentiert. Das ist geradezu kriminell: eine Form des Missbrauchs der Schwächsten in unserer Gesellschaft.
Fettabsaugungen gibt es auch nicht auf Staatskosten!
Ein Vergleich kann dies deutlich machen. Stellen Sie sich vor, wir würden auf andere psychische Störungen genauso reagieren. Was würde dann passieren? Es würde bedeuten, dass wir Menschen, die an der Essstörung Anorexia nervosa leiden, auf Staatskosten Fettabsaugungen anbieten würden. Dass ihnen niemand sagen darf, dass ihr Glaube, dick zu sein, völlig falsch ist und dass sie in Wirklichkeit an lebensbedrohlichem Untergewicht leiden. Es würde auch bedeuten, dass zwanghaftes Abnehmen gefördert wird, indem Menschen mit Magersucht in der Werbung, in Filmen und auf Plakaten gezeigt werden. Auf diese Weise würden andere sehr beeinflussbare junge Menschen wahrscheinlich denken, dass dies das ideale Bild ist. Klingt krank? Ist es auch. Nicht umsonst wurde zum Beispiel in Frankreich das Zeigen von untergewichtigen Models per Gesetz verboten.
Aber warum ist das bei Menschen mit Geschlechtsdysphorie anders? Überall, wo wir hinschauen, sehen wir jetzt Transgender-Menschen. Was für eine Botschaft sendet das an junge Menschen? Abgesehen von der totalen Verleugnung der (biologischen) Realität und Wahrheit ist es vor allem eine Botschaft der Verachtung gegenüber Mädchen und Frauen. Der Sieg von Rikkie Kollé bei der jüngsten Miss-Niederlande-Wahl zeigt dies einmal mehr. Die unterschwellige Bedeutung seines Sieges ist, dass Männer besser darin sind, Frauen zu sein, als Frauen selbst. Dass Männer die schöneren Frauen sind als Frauen. Das Gleiche gilt für biologische Männer, die verschiedene Auszeichnungen im Sport gewinnen. Dies bedeutet, dass Frauen, egal wie hart sie trainieren, Männer niemals schlagen können.

Als Frau finde ich das unverdaulich. Es ist daher an der Zeit, dass wir uns wehren. Dass wir anfangen, unsere Stimme zu erheben und die Wahrheit beim Namen zu nennen. Ich bin gerne bereit, dabei die Führung zu übernehmen. Sagen Sie es mit mir: Eine Frau ist eine Person des weiblichen Geschlechts, nicht ein Mann, der sich als Frau verkleidet oder in eine Frau verwandelt. Miss Niederlande 2023 ist ein Mann – und wird nie eine Frau sein.
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