Exklusives Video-Interview mit dem Mädchen, das ein Schlumpf-Video postete: „Die Polizei sagte mir, ich solle sowas in Zukunft unterlassen“
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Ganz Deutschland spricht über die 16-jährige Loretta aus Ribnitz-Damgarten. Ihr Schulleiter am Richard-Wossidlo-Gymnasium hatte die Polizei gerufen, weil die Schülerin in TikTok-Videos Sympathien für die AfD geäußert hatte. Drei Polizisten rückten aus, führten eine „Gefährderansprache“ bei der Jugendlichen durch – obwohl sogar die Polizisten nichts Strafbares in den Videos entdecken konnten.
NIUS war vor Ort und hat mit Loretta ein exklusives Video-Interview geführt. Ihre wichtigsten Aussagen:
Über den Moment, in dem sie zum Gespräch mit der Polizei gerufen wurde: „Ich war schockiert, als die Polizisten meinen Namen gesagt haben, ich konnte es mir nicht erklären. Ich habe mich gefragt: Ist Mutti etwas passiert zu Hause?“
Über den Moment, als die Polizisten sie durchs Schulgebäude führten: „Dann sind wir heruntergegangen. Da haben schon alle gesehen, dass da vor mir ein Polizist ist, neben mir, hinter mir, und haben natürlich alle große Augen gemacht. Das war mir so unangenehm. Ich konnte es gar nicht wahrhaben. Das war so krass in dem Moment, vor allem weil ich ja nichts gemacht habe.“

Die Schule in Ribnitz-Damgarten.
Über die Gefährderansprache der Polizei: „Ich habe gesagt, ich mache die Videos schon seit einem halben Jahr nicht mehr. Die Polizisten sagten: ‚Wir haben jetzt nun mal die Mitteilung bekommen. Und deswegen müssen wir als Polizisten dich darauf hinweisen, dass du so was in Zukunft unterlässt, einfach zu deinem Schutz.‘“
Über ihre Gefühle nach dem Gespräch: „Als ich aus dem Sekretariat rausgegangen bin, da hat die ganze elfte, zwölfte Klasse, die da saß, wieder große Augen gemacht. Ich habe mich gefühlt als Schwerverbrecher, das war mir so unangenehm in dem Moment.“
Das ganze Interview am Montag auf NIUS.
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