NIUS legt NGO-Sumpf trocken: Linkes Verschwörungsportal „Der Fabulant“ verliert 800.000 Euro staatliche Förderung
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Das Online-Portal Der Fabulant, das sich der Bekämpfung von angeblichen Verschwörungsmythen widmet, verliert seine staatliche Förderung in Höhe von 820.000 Euro. In einem Newsletter, der NIUS vorliegt, heißt es: „Nach über zwei Jahren voller Engagement, kreativer Aufklärungsarbeit und gemeinsamer Erfolge endet ziemlich unerwartet die Förderung für Der Fabulant zum 1. Juli 2025.“ Das Projekt ende aber erstmal nur theoretisch, „denn wir suchen mit all unseren Möglichkeiten eine Überbrückungs-/Anschlussfinanzierung.“
Von 2022 bis Juni 2025 erhielt „Der Fabulant“ 820.000 Euro Steuergelder: 738.000 Euro vom hessischen Innenministerium im Rahmen des Programms „Hessen aktiv für Demokratie und gegen Rechtsextremismus“ und 82.000 Euro von der Bundes- bzw. Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Diese Mittel sollten die „Aufklärung“ über Falschinformationen fördern. Darüber hatte das Portal Apollo News berichtet.
Auf Anfrage von NIUS, weshalb die Förderung gestoppt wurde, antworteten die Bundeszentrale für politische Bildung und das Innenministerium bis Ablauf der Frist nicht.

Auf der Website fragt das Portal: „Was läuft im Rabbit Hole?“
Im Kaninchenbau der TERF- und Kamala-Verschwörungen
Der Fabulant war ein Projekt der „Modus – Zentrum für angewandte Deradikalisierungsforschung gGmbH“, das unter dem Motto „Verschwörungsmythen auf dem Prüfstand“ operiert. Es ist als Videospiel-ähnliches Portal gestaltet, angeführt von einer Comic-Figur – einem „weißen Hasen“ in Horrorfilm-Optik –, das angebliche Desinformationen entlarvt.
Das Portal veröffentlicht kurze Artikel zu obskuren Theorien wie Nazi-UFOs oder Barcode-Energie, aber auch Analysen zu politischen Themen wie Klimawandel, Corona oder Migration. Dabei werden kritische Meinungen oft mit abstrusen Verschwörungstheorien wie etwa von Reptiloiden oder Flat Earth gleichgesetzt und vermischt. Beispiele sind die Abwertung der RKI-Files als „verschwörungsideologisch“, die Kritik an Kamala Harris als „mikrosexistisch“ oder die Darstellung von Zweifeln an Imane Khelifs Geschlecht als „frauenfeindlich“, trotz Verweisen auf die Geschlechtsüberprüfung der IBA.
Das Portal wurde von einem Team aus „wissenschaftlichen Mitarbeitenden, pädagogischen Fachkräften und Redakteur:innen“ von „Modus zad“ betrieben. NIUS-Recherchen hatten vergangenen November enthüllt, dass zentrale Akteure, zumindest zwischenzeitlich, Frauke Seeba (Projektkoordinatorin) und Matthias Seeba-Gomille (Grafikdesigner) waren, ein Ehepaar aus Berlin-Friedrichshain, das sich dem „Kampf gegen Rechts“ verschrieben hat.
Rein satirische Mordaufrufe – und „Frauen gegen Merz“
Seeba und Seeba-Gomille betrieben zudem die Agentur „Aktivistmuss“, die sich als „antifaschistisch“ bezeichnet, sowie die Plattform „Hooligans gegen Satzbau“, eine Persiflage auf „Hooligans gegen Salafisten“ – gegen vermeintlich Rechte. Beide sind auch für die Merchandise-Artikel mit der Aufschrift „Wir werden sie jagen“ verantwortlich, was sich auf die AfD bezieht. Auch gewaltverherrlichende Motive wie „Antifa Terror Worldwide“ vertreibt das linke Aktivistenpaar. 2022 veröffentlichte „Aktivistmuss“ (rein satirische) Mordaufrufe gegen AfD-Politiker, die mit den Hashtags „#DenStrickfürStorch“ oder „#GaulandErschießen“ markiert wurden. Seeba-Gomille war zudem Mitglied der Grünen, wie ein Eintrag auf LinkedIn auswies.

Jede Menge Verben für töten – Satire in der Welt der Guten

Merchandise mit diesem Logo wurde nicht nur von „Aktivistmuss“ vertrieben – sondern auch auf Pullover gedruckt, die Frauke Seeba und Matthias Seeba-Gomille wiederum tragen.
Das Paar instrumentalisierte die Ermordung von Walter Lübcke (CDU) für Kampagnen und verglich Polizisten mit der NSDAP-Sturmabteilung. Sie betreuten zudem, zumindest laut Impressum, die Kampagne „Frauen gegen Merz“, die Friedrich Merz als „Kriegstreiber“ und „antifeministisch“ darstellte. Der Fabulant kooperierte sogar mit dem Verfassungsschutz Niedersachsen, der sich als „Antifa“ bezeichnete.

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein eröffnet den Hessentag.
Nun dürfte es den hessischen Geldgebern mit dem „Aktivistmuss“ des Ehepaars gereicht haben. Der zentralen Geldgeber des Portals Der Fabulant, das Innenministerium (Roman Poseck), liegt dabei in CDU-Hand. Womöglich war also die Agitation gegen CDU-Politiker etwas zu viel des Guten – und Der Fabulant muss nun auf dem freien Markt Geldgeber finden.
Immerhin kündigte das Portal an, „dass man mit all unseren Möglichkeiten“ nach einer „Überbrückungs-/Anschlussfinanzierung“ suche. Diese werden die Aufklärer mit Sicherheit finden – wie auch der weiße Hase seinen Weg aus dem Kaninchenbau der Verschwörungsmythen gefunden hat.
Auch bei NIUS: Grünen-Wahlkämpfer verfasste Mordaufruf – und betreibt heute „Frauen gegen Merz“
In einer vorherigen Version des Artikels wurde darauf verwiesen, dass die Landeszentrale für politische Bildung (lpb) Geldgeber des Fabulanten gewesen war. Dies ist nicht richtig. Der Fehler wurde korrigiert.
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