Frustrierter Ausbilder: „Jugendliche wollen nicht mehr arbeiten“
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- Die Aussteller einer Ausbildungsmesse bei München sind enttäuscht über die geringe Zahl interessierter Jugendlicher.
- Dabei gab es eine breite Palette an Ausbildungsberufen zu entdecken.
- Ein Ausbildungsleiter erklärte frustiert: „Die Mädchen wollen Influencerin werden, die Jungs Fußballprofi.“
Nur wenige Jugendliche kamen, die Organisatoren waren enttäuscht, die Firmen verärgert. Wie der Münchner Merkur berichtet, entpuppte sich eine Ausbildungsmesse bei München als ziemlicher Flopp.
Zum zweiten Mal fand die gemeinsame Veranstaltung der Gemeinden Haar und Vaterstetten statt. Über 60 Firmen boten Ausbildungsplätze aller Art an. „Wir haben leider mehr Aussteller als interessierte Schüler“, berichtete ein frustrierter Mitarbeiter der Messe dem Münchner Merkur.
Und das, obwohl eine breite Palette an Ausbildungsberufen vertreten war, darunter Mechaniker, Schornsteinfeger, Gärtner, Maurer und Fachinformatiker.
Berufswunsch: „viel reisen und zu Hause chillen“
Auch Dragoslav Corilic, Ausbildungsleiter der Obi-Märkte in Südbayern, äußerte sich gegenüber dem Münchner Merkur frustriert über das geringe Interesse der Jugendlichen.

Ausbildungsleiter der Obi-Märkte in Südbayern äußerte sich auf der Ausbildungsmesse frustriert
„Man muss es leider so sagen: Die Jugendlichen haben keine Lust mehr zu arbeiten.“ Wenn er in Schulen spreche, bekomme er von der Hälfte der Jungs als Antwort, dass sie Karriere als „Fußballprofi“ machen wollen. Von den Mädchen höre er „Influencerin“ und „viel reisen und zu Hause chillen“.
Corilic gab enttäuscht zu: „Es ist frustrierend, obwohl Obi, aber auch die anderen Anbieter, schon in der Lehre sehr gutes Geld zahlen, gute Arbeitszeiten haben, finden wir keinen Nachwuchs mehr und hätten dringend Bedarf.“
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