„Fürst-Anselm-Allee meiden“, „Am besten in Gruppen“, „Möglichst persönlich abholen“: Regensburger Schule warnt Mädchen vor dem Schulweg
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Kann der deutsche Staat an manchen Orten nicht mehr für die Sicherheit der eigenen Bevölkerung sorgen? Der Verdacht drängt sich auf, wenn man das Schreiben der St. Marien-Schule in Regensburg liest. In dem Brief vom 30. Januar werden die Schülerinnen aufgefordert, den Schulweg nicht alleine zu bestreiten. Das Schreiben liegt NIUS vor.
Wörtlich heißt es darin: „Weisen Sie Ihre Töchter darauf hin, dass sowohl die Fürst-Anselm-Allee als auch die Bahnhofsgegend trotz erhöhter Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst auch tagsüber Kriminalitätsschwerpunkte sind.“ Deshalb werden die Schülerinnen angewiesen, „nur gut ausgeleuchtete Wege und Straßen“ zu nutzen und den Schulweg nicht alleine zu bestreiten: „Unabhängig von der Tageszeit sollten Ihre Töchter den Schulweg am besten in Gruppen antreten.“ Bei der St. Marien-Schule handelt es sich um eine Mädchenschule der Diözese Regensburg.
Auch werden zum anstehenden Unterstufenball „verstärkt Streifenfahrzeuge und Polizeikräfte im Umfeld unserer Schule eingesetzt.“ Die Eltern sollten dennoch ihre Töchter im Anschluss an die Veranstaltung „persönlich abholen“.

„Das war ein rein präventiver Brief“
Der Schulleiter der St. Marien-Schule, Hans Lindner, sagte gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung, dass der Brief zur Schulwegsicherheit „weder Panik verbreiten“ solle, noch bedeute, es sei zu Vorfällen mit Schülerinnen gekommen. „Das war ein rein präventiver Brief.“ Er habe ihn „aus gegebenem Anlass“ geschrieben, um für das Thema Schulwegsicherheit zu sensibilisieren.
Mitte Januar soll eine 27-Jährige unweit der Schule an der Fürst-Anselm-Allee vergewaltigt worden sein. Wenige Tage später soll es zu einer weiteren Vergewaltigung in der Nähe des Bahnhofs gekommen sein. Bei den zwei Tatverdächtigen soll es sich um zwei Anfang 20-jährige Tunesier handeln, die in einer Asylunterkunft wohnen. Nach dem Täter der ersten Vergewaltigung fahndet die Polizei noch. In beiden Fällen ermittelt die Kriminalpolizei.
Die Anzahl an Sexual-, Raub- und Körperverletzungsdelikten soll sich laut Bayerischem Rundfunk (BR) im vergangenen halben Jahr deutlich erhöht haben. Der Bereich gilt als „Brennpunkt“.
Auch bei NIUS: 136 Prozent mehr Afghanen, 117 Prozent mehr Tunesier: Irrer Kriminalitäts-Anstieg in Bus und Bahn!
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