Generalbundesanwaltschaft ermittelt gegen Lina E. und zwei Linksextremisten wegen versuchten Mordes
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Die Generalbundesanwaltschaft (GBA) ermittelt gegen die Linksextremistin Lina E. und zwei weitere Mitglieder der Gruppe im „Antifa Ost“-Verfahren wegen versuchten Mordes. Das geht aus einem Schreiben hervor, das an eines der Opfer, Alexander W. aus Wurzen, übermittelt wurde. Darin heißt es: „Nachdem zwischenzeitlich die Ermittlungen einen Anfangsverdacht gegen die Beschuldigten erbracht hatten, ist das Verfahren gegen diese vom Generalbundesanwalt übernommen worden.“ Das Schreiben liegt NIUS vor.
Konkret geht es bei dem Vorfall um einen Angriff auf Alexander W. aus dem Jahr 2019, der sich bei den Jungen Nationalisten (JN), der Jugendorganisation der rechtsextremen NPD, engagiert hatte. Dieser wurde 2019 in einer Unterführung am Bahnsteig in Roßlau (Elbe) von Vermummten überfallen und schwer verletzt. Die Täter griffen den Mann mit Hämmern und Totschlägern an, er erlitt Hirnblutungen und Brüche an Knie- und Sprunggelenken. Zwei weitere Opfer des Überfalls mussten zwischenzeitlich auf der Intensivstation behandelt werden.
Das Vorgehen erinnert dabei an einen Überfall aus Wurzen, für den Lina E. 2023 verurteilt wurde. Auch damals überfiel ein Antifa-Kommando Demonstranten eines Gedenkmarsches in Bahnhofsnähe.
Auch deshalb wird dieses Delikt nun zur Chefsache der Bundesgeneralanwaltschaft. Nachdem das sächsische LKA in der Ermittlungsgruppe „Hinterhalt“ einen Anfangsverdacht erhärten konnte, richten sich die Ermittlungen wegen versuchten Mordes nun gegen E. und zwei mutmaßliche Komplizen.
Lina E. wurde im Juni 2023 als Hauptbeschuldigte im „Antifa Ost“-Verfahren vom Oberlandesgericht Dresden zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Nach 97 Verhandlungstagen sah der Richter den Straftatbestand der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung als erwiesen an. Ihr ehemaliger Lebensgefährte, Johann G., ist aktuell untergetaucht und wird vom BKA bundesweit gesucht, zuletzt sogar mit Plakaten an öffentlichen Orten. Der dritte Tatverdächtige, Tobias E., ist aktuell in Ungarn inhaftiert. Er wird verdächtigt, bei einer Attacke auf rechtsgerichtete Teilnehmer einer Gedenkveranstaltung im März beteiligt gewesen zu sein.
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