Glastonbury-Festival: Das Müll-Schlachtfeld der Umwelt-Aktivisten
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Essen, trinken, Party machen – abhauen!
Das Gelände des legendären Glastonbury-Festivals ist ein einziges Müll-Schlachtfeld: jeder Quadratmeter übersät mit Plastikflaschen, Kaffeebechern, Luftballons, Feuerzeugen, Verpackungen. Was für eine Umwelt-Sauerei! Und das, obwohl sich das Glastonbury-Festival gern als „nachhaltig“ bezeichnet und viele seiner Besucher Klimaschutz unheimlich wichtig finden ...
15.000 Mülleimer auf dem Gelände
Der Veranstalter hatte für den 5-Tage-Event extra eine „Waste Policy“ (Müll-Richtlinie) herausgegeben. Darin werden die Musikfans unter anderem angehalten, wiederbefüllbare Flaschen zu nutzen und Müll gar nicht erst entstehen zu lassen. Einzeln verpackte Lebensmittel und Plastikflaschen wurden laut Müll-Richtlinie aus Gründen des Umweltschutzes nicht verkauft. Und: Damit die Wiesen vor den Bühnen und die Zeltplätze schön sauber bleiben, wurden auf dem ganzen Gelände extra 15.000 Abfall-Behälter aufgestellt. Tolles Müllkonzept, das leider an den Besuchern scheiterte.
149 Tonnen Essenreste
Mit rund 150.000 Besuchern zählt Glastonbury im Südwesten Englands zu den größten Musikfestivals der Welt. Hunderte freiwillige Helfer zogen jetzt über das 150 Hektar große Gelände, um den Müll der Umweltsünder aufzusammeln und in großen blaue Säcken vom Gelände zu transportieren. Sie fanden auch Tausende Druckluft-Kartuschen – ein gefährlicher Trend unter jungen Leuten, um high zu werden.
Schätzungsweise 2000 Tonnen Müll werden jedes Jahr in Glastonbury zurückgelassen, im Jahr 2019 wurden 149 Tonnen Essenreste kompostiert. Beim diesjährigen Festival spielten unter anderem Superstars wie Lizzo, Elton John, Arctic Monkeys und Lana del Rey.

Ein Bild der Verwüstung! Dabei iszeniert sich das Festival als "Vorreiter für ein nachhaltiges Leben", viele der Besucher sind Umweltaktivisten.
Bei der diesjährigen Veranstaltung gab es sogar einen Vortrag zum Klimawandel mit dem Titel: "Eine Minute vor Mitternacht: Kann die Politik Klimaschutz betreiben?". Zu den Rednern gehörten ein Aktivist von Extinction Rebellion und der ehemalige Vorsitzende der Labour-Partei, Ed Miliband, der die Menge über darüber belehrte, wie wichtig Nachhaltigkeit sei.

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