Im Labyrinth Gera-Bieblach zeigen sich die Verwerfungen der Migrationspolitik
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Ein Video vom 11. Juni sorgt für Entsetzen in ganz Deutschland: Eine zwanzigköpfige migrantische Clique aus Gera prügelt auf einen deutschen Jungen ein und filmt sich dabei. In Gera ist man erschrocken, aber nicht überrascht. Unter den ausländischen Jugendlichen hat sich eine Affinität für Gewalt breitgemacht.
Ostdeutschland, trister Ostblock, soweit man schauen kann. Zur Blütezeit im 17. Jahrhundert war Gera aufgrund der Tuch- und Stoffindustrie mal einer der reichsten Städte des Landes. Heute ist Gera kaum wiederzuerkennen, sorgt jedoch noch immer für „Stoff“, nur eben anders:
Eine syrisch-afghanische Kinder- und Jugendgang terrorisiert den Norden von Gera. In einem Video, das vergangene Woche publik geworden ist und welches selbst von den gewalttätigen arabischen Jugendlichen aufgenommen wurde, sieht man einen Teil der zwanzigköpfigen Gruppe, wie sie einem 14-jährigen Deutschen etliche Male ins Gesicht und auf den Hinterkopf schlagen. Sie würgen den Jungen, schneiden ihm die Luft ab. Einige der Tatverdächtigen sind noch jünger als 14 Jahre – und damit strafunmündig. Immer und immer wieder hauen die Kinder und Jugendlichen zu, die Behandlung gleicht einem Martyrium.
Der Stadtteil Bieblach, indem sich die Tat ereignete, scheint ruhig. Doch schnell wird klar: Dieser Teil von Gera ist gezeichnet von Migration. Der Tatort, eine Bank in der Wartburgstraße. Augenzeugen des Vorfalls halten an. Ein Rentnerpaar – es wohnt gegenüber vom Tatort und beobachtete den Vorfall vom Balkon aus – berichtet: Unüblich seien die Rangeleien hier im Block nicht, deshalb haben sie nicht eingegriffen oder die Polizei gerufen, erzählen sie.

Das Video der Schlägertruppe aus Gera kannte das Rentnerpaar nicht. Nach kurzem Zeigen des Vorfalls wollte keiner von beiden das Video zu Ende schauen, das mutete sich das Rentnerpaar nicht zu. Heute hat das Paar ein schlechtes Gewissen, nicht eingegriffen zu haben. Es gehöre hier zur „Normalität“, berichten sie. Lautes Kinderschreien und spielende Jugendliche seien in den Plattenbauten um die Hilde-Coppi- und der Wartburgstraße normal.
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Eine andere Bewohnerin des Blocks, sie ist auf dem Weg, um ihre Tochter aus der Kita zu holen. Sie erzählt uns, dass die syrisch-afghanische Clique nicht das erste Mal auffällt. Normalerweise sei es vor allem Vandalismus und Pöbeleien, mit der man für Gesprächsstoff sorgt. Dass die Jugendlichen aber so gewalttätig sind, schockiert auch sie.
Das Video kannte die Frau schon, ihr wurde es von einer Bekannten zugesendet. „Ich gehe abends nicht mehr mit meinem Kind raus“, zu groß sei die Sorge, Opfer von der scheinbar erziehungslosen Kinder- und Jugendgruppe zu werden. Auch erzählt sie, dass manche ihrer Freunde und Bekannte Teile der Stadt Gera nur noch „Taliban“ nennen und bestimmte Orte meiden.

Diese Frau meidet mit ihrem Kind den Stadteil Biblach.
Auf einer Wiese, unweit des Tatorts spielen zwei Jugendliche Fußball, sie wirken sichtlich ungestört. Vom Vorfall wollen sie nichts gehört haben, außer, dass es „immer die gleichen“ seien. Mit einem thüringischen Akzent erklären mir die Jugendlichen, dass sich die Situation in ihrem Wohnblock zuspitzt. Es würden immer mehr Ausländer kommen und Probleme machen.
Als ich die Jugendlichen nach den Tätern frage, erklären sie mir genervt, wo ich sie antreffen könnte. In Bieblach gibt es einen Kaufland-Supermarkt und zwei Jugendzentren. Einmal das Jugendzentrum „CM“ und das „Evangelische Jugendhaus Gera“. In allen Fällen sollen wir aufpassen, weil sie sehr aggressiv seien und „fast immer“ auf Droge. Auf Nachfrage, welche Drogen es denn seien, erwiderten die Jugendlichen: „Keine Ahnung, aber irgendwas Starkes, was die Augen groß und rot macht.“
Der Stadtteil Bieblach kommt einem vor wie ein Labyrinth mit massiven Problemen in puncto Migration: Müll, kaum integrierte Jugendliche, aufziehende Parallelgesellschaften und Gewalt als ein Mittel der Macht, gerade unter arabischen Jugendlichen.
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