Insa-Chef Binkert: „Die große Mehrheit wünscht sich eine spürbare Kurskorrektur in der Migrationspolitik“
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Die Ergebnisse der großen Insa-Umfrage zum Thema Migration sprechen eine eindeutige Sprache. Die Mehrheit der Deutschen lehnt die derzeitige Regierungspolitik ab. Die Einwanderung nach Deutschland überfordert viele Bürger. Insa-Chef Hermann Binkert ordnet bei NIUS die Zahlen ein.
Verwundert ist der 59-Jährige über die Ergebnisse aus der Umfrage jedenfalls nicht: „Spätestens seit 2016 gibt es keinen Zweifel an der migrationskritischen Positionierung der Mehrheit der Deutschen“, erklärt er. „Deshalb sind die Ergebnisse meines Erachtens nicht überraschend.“
Bei allen sieben Aussagen, die NIUS abfragen ließ, finden sich deutliche Mehrheiten in der Bevölkerung. „Die unterschiedlichen Fragestellungen und die eindeutigen Antworten zeigen, wie fundiert die Haltung der Mehrheit ist“, erklärt deshalb auch Demoskop Binkert.
Binkert kritisiert eine „Haltungsdebatte“
Eine Mehrheit der Deutschen will laut der Insa-Umfrage keine Flüchtlinge mehr aus islamischen Ländern aufnehmen. Was bedeutet diese Erkenntnis für die aktuellen Debatten zur Migrationspolitik? „Im Sommer 2015 gab es zunächst großen Zuspruch für die ‚Willkommenskultur‘ und die Politik der offenen Grenzen der damaligen Bundeskanzlerin“, erläutert Binkert. „Diese Stimmung gibt es spätestens seit dem Jahreswechsel 2015/2016 nicht mehr. Die große Mehrheit wünscht sich eine spürbare Kurskorrektur in der Migrationspolitik.“

Ebenfalls interessant: Für zahlreiche Aussagen, die in der medialen Öffentlichkeit als „rechtspopulistisch“ oder „rechtsextrem“ gelten, finden sich laut der Insa-Umfrage absolute Mehrheiten in der Bevölkerung – etwa bei der Angst, zur Minderheit im eigenen Land zu werden oder beim Thema „Rassismus gegen Weiße“. Haben Politik und Medien bei diesen Fragen den Kontakt zur Bevölkerung verloren?
„Die Debatte ist zu lange als Haltungsfrage geführt worden“, kritisiert der Insa-Chef. „Die Guten sind für Migration, die Bösen dagegen. Wer Bürger überzeugen will, muss dies mit Argumenten tun. Was spricht für, was spricht gegen Migration? Dann werden auch die Grautöne deutlich. Nur mit einem ehrlichen Dialog kann man hier wieder Vertrauen schaffen.“
Grünen-Wähler stechen heraus
Wie auch in zahlreichen anderen Umfragen bilden AfD- und Grünen-Wähler die Extrempole. Die Antworten ihrer Anhänger unterscheiden sich deutlich. Haben die Grünen eine andere Wahrnehmung der Realität als beispielsweise Anhänger der AfD oder des BSW, deren Anhänger ähnlich wie die AfD antworten?

„Grünen-Wähler vertreten auf der einen Seite vergleichbar entschieden ihre Positionen wie AfD- bzw. BSW-Wähler auf der anderen Seite“, antwortet Binkert auf die Frage. „Die Schnittmengen zwischen diesen beiden Wählergruppen sind am geringsten. Beide Lager geben ihren Anhängern Orientierung.“
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