Irre Verspätung bei Zügen der Deutschen Bahn: 996 Minuten wegen eines PUDELS
Ein Beitrag von
- Eine Spezial-Ausgabe der „Heute-Show“ widmet sich der Deutschen Bahn.
- Zuschauer erfahren von Verspätungen, die noch irrer sind, als man befürchtet hatte.
- Und sie hören einen Bahn-Sprecher, der findet, die Bahn mache doch alles in allem einen prima Job.
„Deutschland aus dem Takt“, heißt die neue Spezial-Ausgabe der „Heute-Show“ im ZDF. Die Moderatoren Fabian Köster und Lutz van der Horst kommen einigen Insights bei der Deutschen Bahn auf die Schliche – die man vielleicht lieber gar nicht gekannt hätte.
Der wohl irrste Teil der Folge: In der Bahnbetriebszentrale in Duisburg, wo täglich 8000 Zugfahrten überwacht werden, erfährt van der Horst von einer irren Verspätung in jüngster Vergangenheit. Die Kölner Hohenzollernbrücke musste wegen einer „Katastrophenmeldung“ gesperrt werden – konkret: ein Pudel. Klingt lustig. Die Folge allerdings: 996 Minuten Verspätung, auf 47 Züge verteilt. So schnell geht das.
Man erlebt ja viel als Bahnreisender, aber das ist doch noch mal etwas Besonderes. Wer so etwas hört, wundert sich sicher über keine geänderte Wagenreihung mehr.
Da kann auch diese zitierte Bahn-Durchsage nicht mithalten – und das will was heißen: „Sehr geehrte Fahrgäste: Heute endet der Zug außerplanmäßig in Köln Hauptbahnhof. Grund ist, dass der Zug dringend in die Werkstatt muss. Wir sind froh, wenn wir Köln überhaupt erreichen. Der Lokführer ist wegen eines anderen verspäteten Zuges noch nicht eingetroffen. Wir blockieren gerade das Gleis für seinen Zug. Wir sind selbst gespannt, wie das aufgelöst wird.“
„Die Menschen rennen uns die Bude ein. Ganz schlecht kann unsere Leistung nicht sein“
Ein weiterer bemerkenswerter Ausschnitt der Sendung zeigt ein Interview der Moderatoren mit Achim Stauß, dem Konzernsprecher der Deutschen Bahn.
Der übt sich nicht etwa in Demut, sondern sagt den Gästen vom ZDF: Ja, die Pünktlichkeit sei bescheiden, da wolle er gar nicht drum herumreden. Den erstaunten Moderatoren erklärt er dann aber, die Kundzufridenheit sei dennoch ziemlich hoch: „Die Menschen rennen uns die Bude ein. Ganz schlecht kann unsere Leistung nicht sein.“ Wie bitte?
Das liege aber ja nicht an der Leistung, entgegnen die Moderatoren. Die Menschen müssten doch einfach irgendwie von A nach B kommen.
Und dann sagt der Bahn-Sprecher doch wirklich: „Aber wir zwingen ja keinen.“
Das ist eine bemerkenswerte Sicht aus der Spitze eines Unternehmens mit Monopolstellung, dessen Besitzer – der Bund – obendrein nicht müde wird zu betonen, die Menschen sollten auf die klimafreundliche Bahn umsteigen und aufs Auto verzichten.
Man erlebt also immer wieder was Neues von und bei der Deutschen Bahn. Nur eins bleibt nach der ZDF-Doku: Der Eindruck, dass sich an den Zuständen nichts ändern wird.
Mehr NIUS:
Radiosender für „Diversität, Gesellschaft, Popkultur”: Jetzt tobt die Linke über das „Cosmo”-Aus
Potsdam räumt neue Hausbesetzung nach wenigen Tagen – aber duldet linkes Hausprojekt seit fast 18 Jahren
Weil er Pfandflaschen für 58,25 Euro sammelte: Rentner aus Hamburg wurde Grundsicherung gekürzt
„Ich muss Fahrtwind haben“: Bärbel Bas fährt mit dem Motorrad in Schlangenlinien durch den Stau
Ist der Begriff „Zigeuner“ diskriminierend?
Antisemit der Woche: SPD-Politiker Adis Ahmetović wirft Israel „Ermordung von über 80.000 Menschen” in Gaza vor
Wahl des Studentenparlaments: An der Uni Hamburg kann man für „Alkohol zurück in die Mensen“ stimmen
Plötzlich sollen diese Yogaklamotten rechts sein
Mehr NIUS:
„Ich muss Fahrtwind haben“: Bärbel Bas fährt mit dem Motorrad in Schlangenlinien durch den Stau
Ist der Begriff „Zigeuner“ diskriminierend?
Antisemit der Woche: SPD-Politiker Adis Ahmetović wirft Israel „Ermordung von über 80.000 Menschen” in Gaza vor
Wahl des Studentenparlaments: An der Uni Hamburg kann man für „Alkohol zurück in die Mensen“ stimmen
Plötzlich sollen diese Yogaklamotten rechts sein
Neue Studie: Deutschland verliert seine Besten
Polizei Brandenburg warnt Eltern vor „rechtsextremen Online-Strategien“
Trans-„Tochter” von Elon Musk in Dessous: „Trans-Körper werden angefeindet und dämonisiert”
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare