Irrer Krimi um reichen Schweden: Arabische Bande entführt Möbelfabrikanten nach Berlin
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Es gibt Geschichten, die klingen, als hätte man sie sich ausgedacht. Diese hier ist so eine. Und doch ist sie passiert – ein Schweden-Krimi, mitten in Berlin!
Sie beginnt in Örebro, rund 200 Kilometer von Stockholm entfernt. Am 13. Januar klingelt es an der Wohnungstür des schwedischen Möbelfabrikanten Per-Fredrik M. (Name auf Bitten der schwedischen Polizei abgekürzt). Der Möbelhersteller wird von mehreren Männern überwältigt. Es sind Mitglieder einer arabischen Bande unter ihrem Anführer Hassan S., genannt „Balu“. Die Männer fesseln ihr Opfer und rauben Geld, Schmuck und Uhren. Dann entführen sie den Mann – und da beginnt der Irrsinn. Per-Fredrik M. wird mit einem Messer bedroht und muss in einen Volvo steigen. Die Gangster entführen ihn nach NIUS-Informationen erst nach Dänemark, schließlich nach Berlin. Während der Fahrt wird er immer wieder geschlagen. Sie drohen ihn umzubringen, sollte er versuchen zu flüchten.

Die Entführer zwingen den Schweden teuren Schmuck zu kaufen.
Das Ziel der Bande ist ein Hostel in Berlin-Mitte. In Deutschland wollen sie ihrem Opfer noch mehr Geld abpressen. Die Gangster schlagen dem Schweden ins Gesicht. Dabei brechen sie ihm das Nasenbein. Mit der Kreditkarte des Opfers kaufen die Verbrecher eine Goldkette für 3000 Euro bei einem Goldhändler in Berlin-Schöneberg, außerdem Luxussportschuhe bei „Foot Locker“ am Alexanderplatz.
Am 16. Januar verschleppen „Balu“ und seine Helfer Per-Fredrik M. in die Laubenkolonie „Lindenbaum“ im Stadtteil Schöneberg. Ein weiterer Mann stößt zu der Bande, der 17-jährige Ukraine-Flüchtling Vladimir T. Er bewacht das Opfer, das in der Laube weiter misshandelt wird. Gangsterboss „Balu“ fordert weitere 45.000 Euro – und droht dem Entführten, ihm die Achillesferse zu zerschneiden. Per-Fredrik M. kauft weiteres Gold für die Gangster. Sie verschleppen ihr Opfer in das „Generator Hostel“ am Alexanderplatz. Es wird die letzte Station des irren Schweden-Krimis.

In einer Gartenkolonie halten die Verbrecher den Möbelfabrikanten gefangen.
Die Entführung des Möbelfabrikanten bleibt nicht lange unentdeckt. Die Bargeldabhebungen an Bankautomaten und Handydaten führt die Fahnder von Interpol und BKA nach Berlin. 13 Tage nach der Entführung wird Per-Fredrik M. nach NIUS-Informationen befreit. Er ist verletzt, aber er lebt. Inzwischen ist Per-Fredrik M. wieder in seiner Heimat Schweden.
Die Entführer wurden alle gefasst und sitzen in Untersuchungshaft.
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