Islamismus? Keineswegs! Der Feind der linken Swift-Fans sind „toxische Männer“
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Taylor Swift war einst eine Ikone des klassischen republikanischen Amerika: Sie wuchs auf einer Weihnachtsbaum-Farm auf, sang Country-Pop und verkörperte ein konservatives Ideal. Dann entdeckten linke Feministinnen die Sängerin für sich – es begann eine popkulturelle Liaison voller Widersprüche.
Die linken Swifties bilden eine merkwürdige Subkultur innerhalb des Swift-Universums. Sie sind, wie alle Swifties, nicht nur gut darin, Songtexte auswendig zu lernen, sich die Seele aus dem Leib zu schreien und Perlen aufzureihen, sondern verfügen zusätzlich über bemerkenswerte Fähigkeiten zur Verdrängung. So schaffen sie es, Swift als Ikone des Feminismus zu feiern und sich gleichzeitig an deren im Kern zutiefst konservativen Texten zu ergötzen, die vornehmlich um zwei Themen kreisen: Frau will Mann. Frau will Mann nicht mehr.
Prominente Beispiele linker Swift-Fans sind etwa die Grünen-Politikerinnen Ricarda Lang und Emilia Fester. Lang, die Zeit ihres Lebens von der Frauenquote innerhalb der Grünen Partei profitiert, filmte sich bei dem Besuch eines Swift-Konzerts, wie sie die Zeile „Fuck the patriarchy“ mitsang. Fester, die einer breiteren Öffentlichkeit vor allem durch Tanz-Videos im Bundestag bekannt ist, fühlte sich auf Instagram gar zu einer ausführlichen, kulturkritischen Grübelei aus der Perspektive der „ehemaligen Theatermacherin“ berufen, kam aber trotz allem ebenfalls zu dem Schluss, dass „Fuck the patriarchy“ der „richtige Ansatz“ sei.
„Wie kann das sein?“
Der vereitelte islamistische Anschlag auf Swift-Konzerte in Wien, der zur Absage dreier Veranstaltungen führte, eröffnet den linken Swifties nun neue Möglichkeiten, ihr Verdrängungstalent unter Beweis zu stellen.
Mit gutem Beispiel ging die Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl voran, die sich ansonsten dem Kampf „gegen Rechts“ verschrieben hat. In einer Kaskade von Tweets machte sie ihrer Empörung Luft, die sich jedoch vor allem gegen die Behörden richtete: „Wie kann das sein? Wie kann man nicht für Sicherheit sorgen? Jedes Drecksding kann stattfinden, aber Taylor Swift nicht?“ Sie forderte gar den Rücktritt des Innenministers Gerhard Karner: „Wieso hat die Polizei den Veranstaltern nicht Sicherheit gewährleisten können? Was ist das für ein Scheiß-Skandal. Karner muss zurücktreten. Echt jetzt.“
Strobl stellte – in lobenswerter, machtkritischer Manier – zahlreiche Fragen: „Wieso kommt man erst einen Tag vor einem Konzert und nur auf Hinweis ausländischer Dienste drauf? Was ist das? Warum schaffen andere Länder Olympische Spiele und Österreich kann potentielle Terroristen nicht rechtzeitig und allein dingfest zu machen?“ Tatsächlich wurde der Täter immerhin rechtzeitig dingfest gemacht, um niemanden töten zu können. Die Konzerte mussten dennoch abgesagt werden, was Strobl nicht nur deshalb aufbrachte, weil sie schon zahlreiche Armbänder zum Tauschen angefertigt hatte, sondern auch politisch misstrauisch machte: „Dann darf doch gar kein Großereignis aktuell stattfinden? Es hieß doch generell Großereignisse. Warum schafft es Österreich nicht den größten Star der Welt auftreten zu lassen.“
Strobl schien eine Art Verschwörung gegen Swift und ihre Fans zu wittern: „wurde direkt Taylor Swift bzw. ihre Fans ins Visier genommen oder ging es um irgendein Großereignis und Swifties hatten einfach Pech? Wenn 2: warum finden dann andere Grossereignisse weiter statt?“ Für den 19-jährigen Islamisten hatte Strobl immerhin vier Wörter übrig: „Fuck terrorists. Fuck ISIS.“

Der 19-jährige IS-Anhänger ist ein Albaner aus Nordmazedonien, der mit seiner Familie nach Österreich zog.
Toxische Männer
Die österreichische Journalistin Heide Rampetzreiter befand: „180.000 Menschen, vor allem Frauen, wird Freude genommen, weil ein paar toxische Männer zu kleine Egos haben. Das ist Misogynie in Reinform“. Dass diese Form der toxischen Männlichkeit auch als Islamismus bezeichnet wird, sparte Rampetzreiter sicherheitshalber aus.
In einem Kommentar in der Presse benannte sie später zwar den islamistischen Hintergrund der Anschlagspläne. Dennoch ist auffällig, wie schwer es den linken Swifties fällt, den Islamismus als Ursache für die Absage zu benennen. Zahlreiche linke Kommentatoren warnten im Netz davor, den Vorfall für „rechte Hetze“ auszuschlachten. Andere richteten sich gleich an „an alle Frauenhasser und Reaktionären, islamistisch oder anderweitig radikal“. Über Anschlagspläne anderweitig radikaler Frauenhasser ist zum jetzigen Zeitpunkt glücklicherweise nichts bekannt.
Die österreichische Ministerin für Klimaschutz, die Grünen-Politikerin Leonore Gewessler, die auch für Mobilität zuständig ist, erklärte: „Die Terroristen wollen uns durch Angst und Panik spalten und uns unsere Lebensweise, unsere Vielfalt und unsere Offenheit nehmen.“ Sie kündigte an, dass alle Personen, die Bahn-Tickets für eines der Konzerte gekauft hatten, den Preis erstattet bekämen.
Den jugendlichen Swift-Fans wäre womöglich mehr geholfen, wenn sie statt erstatteter Bahntickets etwas weniger von jener „Vielfalt“ bekämen, hinter der sich hauptsächlich eine ungesteuerte Migration aus patriarchalen Kulturkreisen verbirgt. Die Absage der Konzerte machte den Donnerstag für linke Swifties zu einem schwarzen Tag, auch wenn sie den wahren Grund kaum eingestehen wollen: Denn es ist ihr Einverständnis mit der unregulierten Massenmigration, die sie zu heimlichen Komplizen des Islamismus werden lässt.
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