+++ Job weg +++ Bundeskanzler äußert sich +++ Staatsschutz ermittelt: Die Konsequenzen des geschmacklosen Feiervideos von Sylt
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Im Sylter Nobel-Club Pony in Kampen wurde am Pfingstwochenende lautstark „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus“ gegrölt. Ein Gast deutet mit seinen Fingern einen Hitlerbart an und hebt den Arm zum Hitlergruß. Ein Video von dieser Szene wird vielfach in den sozialen Medien geteilt.
Wegen des Verdachts auf Volksverhetzung und dem Verwenden verfassungswidriger Kennzeichen ermittelt jetzt ein entsprechendes Fachkommissariat des Staatsschutzes. Zunächst wird gegen die Personen im Video ermittelt, die zu sehen sind. Im Zuge der Ermittlungen kann sich der Personenkreis jedoch erweitern, da bei dem Geschehen möglicherweise nicht alle Beteiligten gefilmt worden sind. Derzeit überprüft die Staatsanwaltschaft, um welche Personen es sich im Einzelnen handelt, wer der Urheber des Videos ist beziehungsweise wer es in den Umlauf gebracht hat.

Scholz verurteilt den Vorfall auf X, vormals Twitter.
Bundeskanzler bezeichnet die Parolen im Video als eklig
Olaf Scholz verurteilt das Geschehen im Video als nicht akzeptabel und nennt die Parolen eklig. Er betont, dass verhindert werden müsse, dass sich derartige Szenen wiederholen und dies ein Verhalten ist, das sich nicht weiter verbreiten dürfe.

Nach scharfen Kommentaren erklärt Milena Karl auf Instagram, dass sie sich von ihrer Assistentin getrennt habe.
Faeser verurteilt Beteiligte als „wohlstandsverwahrloste Gesellschaft“
Innenministerin Nancy Faeser bezeichnet den Vorfall als eine „Schande für Deutschland“ gegenüber der Funke Mediengruppe. Sie stelle sich die Frage, ob man es hier mit Menschen zu tun habe, die in einer „wohlstandsverwahrlosten Parallelgesellschaft“ lebten und das Grundgesetz mit den Füßen treten würden, erklärt Faeser weiter. Weiter frage sie sich, welches hasserfüllte Klima dazu beitrage, sich so öffentlich zu äußern.
Bekannte Influencerin feuert Assistentin
Eine der beteiligten Personen wurde als Assistentin der Influencerin Milena Karl erkannt. In einem Statement auf Instagram erklärt sie, dass sie sich mit sofortiger Wirkung von der Assistentin getrennt habe, weiter verurteilt sie die fremdenfeindlichen Parolen. Da sie selbst Migrantin und werdende Mutter sei, zeige das Video eine Gesellschaft, in der sie ihr Kind nicht großziehen möchte, schreibt sie in ihrer Instagram Story.

Der Pony Club auf Sylt distanziert sich von dem Vorfall auf Instagram.
Betreiber des Pony-Clubs sprechen Hausverbot aus
Bereits gestern Nacht distanzierten sich die Betreiber des Clubs von dem Video und kündigen strafrechtliche Schritte gegen die Personen im Video an. Der Edel-Club erteilt allen Beteiligten Hausverbot und kündigt strafrechtliches Vorgehen gegen die entsprechenden Gäste an. In einem Interview mit der Welt erklärt der Geschäftsführer des Clubs Tim Becker, dass dieser Vorfall an Pfingsten aufgeklärt wird und spricht sich weiter für angemessene Strafen aus.
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