Karlstadt in Franken: Weihnachtsmarkt mit Muezzin-Ruf eröffnet
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In Karlstadt, einem beschaulichen Städtchen in Franken, fand am 26. November der Andreasmarkt statt, der den Besuchern in diesem Jahr den Islam näherbringen sollte.
Unter dem Motto „Orient trifft Okzident“ übernahmen die örtlichen Moschee-Verbände, einschließlich der unter türkischer Kontrolle stehenden Ditib-Moschee, das Zepter. Ein Muezzin eröffnete den Markt mit lautstarkem islamischen Gebetsgesang über Lautsprecher:
Nach der Eröffnung ging es ganz im Sinne orientalisch-islamischer Gepflogenheiten weiter: Auf der Bühne wurden einschlägige muslimische Gebetspraktiken vorgestellt, zum Beispiel in welchen Körperhaltungen die symbolische Unterwerfung abzulaufen hat.
Auf christliche Weihnachtslieder wurde auf dem angekündigten „vorweihnachtlichen Trödelmarkt“ gänzlich verzichtet, ein Kinderchor trug stattdessen muslimisches Liedgut vor. Auch das kulinarische Angebot war dem orientalischen Konzept angepasst: Statt Glühwein und gebratener Mandeln gab es dieses Mal gebratene türkische Knoblauchwurst und Tantuni, berichtet die Main Post.
Wer steckt hinter den Veranstaltungsleitern?
Ditib, die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, zählt zu den größten islamischen Organisationen in Deutschland. Sie umfasst über 900 Mitgliedsvereine, vornehmlich Moscheegemeinden. Als Verband untersteht Ditib direkt der Diyanet, der staatlichen türkischen Religionsbehörde.
Ditib und der türkische Dachverband Diyanet stehen seit Jahren in der Kritik, Sprachrohr der türkischen AKP-Regierung zu sein, antisemitische Predigten in den Ditib-Moscheen abzuhalten oder öffentlich für die türkische Invasion der Kurdengebiete zu beten. „O Allah, führe unsere glorreiche Armee zum Sieg“ heißt es im Gebetstext.
Die Lokalzeitung Main Post berichtete unkritisch über die Veranstaltung und merkte an, dass die Beteiligung der Bevölkerung gering gewesen sei. Das mangelnde Interesse am Islam-Markt wurde auf das schlechte Wetter zurückgeführt.
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