Kasse zahlt Brust-OP für Transfrauen – aber keine Krebsvorsorge für Frauen
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- Lebenswichtige Krebsvorsorgeuntersuchungen für Frauen werden nicht mehr vollständig von der Krankenkasse übernommen.
- Transfrauen können eine vollständige Geschlechtsumwandlung, einschließlich Brust-OP und künstlicher Vagina, über die Kasse abrechnen.
- Die Kosten für diese Operationen liegen zwischen 5.000 und 15.000 Euro.
Krebsvorsorge für Frauen: Ein Luxus?
Die Vorsorgeuntersuchung für Gebärmutterhalskrebs war lange Zeit Routine bei Frauenärzten. Dabei werden Zellen von der Gebärmutterschleimhaut entnommen und auf die gefährlichen Viren untersucht, die den Krebs verursachen. Diese Untersuchung, auch „PAP-Abstrich“ genannt, ist von entscheidender Bedeutung, da Gebärmutterhalskrebs gut behandelbar ist, wenn er früh genug erkannt wird.

Kosteneinsparungen auf Kosten der Gesundheit
Seit 2020 übernimmt die Kasse für Frauen ab 35 Jahren nur noch alle drei Jahre die Kosten für diese Untersuchung. Das bedeutet, dass Frauen nun 60 Euro aus eigener Tasche zahlen müssen. Auch das Abtasten der Brust zur frühzeitigen Erkennung von Brustkrebs wird von der Krankenkasse erst für Frauen ab 30 Jahren übernommen. Eine Ultraschall-Untersuchung der Brust müssen sogar alle Patientinnen selbst zahlen. Die Kosten: zwischen 26 und 60 Euro. Ein hoher Preis, insbesondere da eine frühe Erkennung von Brustkrebs Leben retten kann.

Transfrauen: Vollständige Unterstützung durch die Kasse
Im Gegensatz dazu zeigt sich die Krankenkasse gegenüber Transfrauen großzügiger. Ein Mann, der weniger als einen A-Cup vorweisen kann, kann sich mit voller Unterstützung der Kasse zwei künstliche Brüste machen lassen – solange er nachweisen kann, dass er sich im falschen Körper geboren fühlt. Für Transfrauen werden auch Operationen für eine künstliche Vagina bezahlt, in manchen Fällen sogar schönheitschirurgische Eingriffe wie Laser-Epilationen, Operationen an Stimmbändern oder das Abschleifen der Wangenknochen. Die Kosten: zwischen 5.000 und 15.000 Euro.
Fazit: Ein Ungleichgewicht in der Gesundheitsversorgung
Die aktuelle Situation wirft Fragen auf über die Prioritäten unserer Gesundheitsversorgung. Während Transfrauen umfassende Unterstützung erhalten, müssen Frauen für lebensrettende Vorsorgeuntersuchungen tief in die Tasche greifen. Es ist an der Zeit, dass wir diese Ungleichheit in der Gesundheitsversorgung in Frage stellen und Lösungen finden, die allen gerecht werden.
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