Kolumnist Martenstein über Kalifats-Demo in Hamburg: „Der Politische Islam ist da und er weiß, was er will!“
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Selbst bei Innenministerin Nancy Faeser (SPD) klingelten die Alarm-Glocken, als vor etwa zwei Wochen radikale Islamisten auf dem Steindamm in Hamburg das Kalifat sowie das Ende der „Werte-Diktatur“ Deutschland forderten. Dennoch durfte die als extremistisch eingestufte Gruppe „Muslim Interaktiv“ am vergangenen Samstag erneut in Hamburg demonstrieren. Diesmal hielten sie sich mit offensichtlich grenzwertigen Aufrufen zurück. Doch der Schein eines friedlichen Aufmarsches trügt.
„Das ist eine Machtdemonstration!“, sagt Islamwissenschaftlerin Susanne Schröter im Nachrichten-Talk „Stimmt!“. Sie spürten, dass der Staat ihnen kaum etwas anhaben kann. Zu glauben, dass es sich bei den Organisatoren um ein paar Durchgeknallte handelt, sei naiv, so Schröter. „Wir tun immer so, als wären das Menschen, die nicht bis drei zählen können. Die sind aber sehr gut gebildet“. Der Redner der Gruppe, Raheem Boateng, studiere auf Lehramt. „Das sind keine Abgehängten, das sind Aufsteiger“, ist die Islamwissenschaftlerin überzeugt.

Raheem Boateng während seiner Rede am Samstag.
„Das Einfallstor für diese Ideologie muss geschlossen werden!“
Kolumnist Harald Martenstein ist verwundert über die fehlenden politischen Konsequenzen nach solch extremistischen Aufmärschen. „Der politische Islam ist da und er weiß, was er will. Die Gefahr wird immer noch nicht gesehen, immer noch ignoriert“, sagt er im Stimmt-Talk. „Wir haben eine wachsende Diskrepanz zwischen dem, was die Regierung sehen will und dem, was die Bevölkerung sieht“.
Der Journalist erinnert an das letzte Kalifat. „Das war von 2014 bis 2019 im Nahen Osten. Da gab es jeden Freitag eine öffentliche Hinrichtung zum Spaß der Gläubigen.“ Dass das kein Zustand sei, den ein freiheitlich-demokratisches Land anstreben sollte, müsse nicht debattiert werden, findet Martenstein und fordert: „Das Einfallstor für diese Ideologie muss geschlossen werden!“ Denn noch gefährlicher werde es, wenn sich Islamisten mit Linksextremen paaren. „Das Bindeglied ist eine woke Ideologie, die sagt, das Übel aller Welt sei der Westen“.
Die ganze Folge „Stimmt!“:
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