Kriminalitätshotspot und linksradikale Angriffe: Das steckt hinter den arabischen CDU-Wahlplakaten in Leipzig
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Die Aufregung war groß, als das neue Wahlkampf-Motiv bekannt wurde. Am Montag verbreiteten sich auf sozialen Medien die neuen Wahlkampfplakate der CDU Leipzig. Dort ist auf Arabisch „معاً نستطيع توفير – الأمان لهذا الحي“ zu lesen. Versehen mit dem Zusatz: „Leipzig. Besser. Machen.“
Schnell spottete die Netzgemeinde. „Leipzig. Aber Arabisch“, schrieben einige, andere sezierten den blanken Anblick eines arabischsprachigen Plakats und schrieben dazu: „Einfach wirken lassen“. Der AfD-Spitzenkandidat Maximilian Krah schrieb dazu: „Die CDU ist nicht das kleinere Übel, sie ist das Übel“ – und stellte dem Plakat eine Forderung nach einer Wende in der Migrationspolitik gegenüber. Vermeintliche Doppelmoral, fast 3.000 Mal wurde der Post gelikt.

Das arabische Motiv auf dem CDU-Plakat.
Doch was steckt tatsächlich dahinter? Wie die CDU Leipzig am Montagnachmittag in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurde mit dem Plakat vor allem in der in Leipzig berüchtigten Eisenbahnstraße geworben: einem migrantischen Hotspot mit hoher Kriminalitätsrate. Immer wieder kommt es dort zu Straftaten und Polizeieinsätzen. „Und bemerkenswert ist, dass wir diese Plakate gemeinsam mit den dort ansässigen migrantischen Gewerbetreibenden entwickelt haben und die Händler unsere Plakate dort selbst aufgehangen haben“, so Andreas Nowak, der Vorsitzende der CDU Leipzig.
Was in der Berichterstattung ebenfalls zu kurz kommt: Die Plakate, die in Deutsche übersetzt „Mehr Sicherheit und Ordnung in unserem Wohngebiet“ bewerben sollen, wurden stets mit deutscher Übersetzung auf der Rückseite aufgehängt. „Wir adressieren damit auch die arabisch und türkisch sprechenden Bewohner des Viertels und sagen klar, was wir erwarten. Das sehen übrigens die Händler dort genauso. Sie haben sich an uns gewandt, weil sie mit diversen Entwicklungen der grün-rot-roten Stadtpolitik nicht einverstanden sind.“
CDU spricht von 400 Angriffen aus dem linken Spektrum
Dafür beklagt die CDU Angriffe aus dem vermutlich linksextremen (womöglich aber auch rechten) Spektrum. „Uns wurden in der ersten Nacht 400 Plakate zerstört und gestohlen. Auffällig daran ist, dass es sich nur um Plakate handelt, auf denen wir dreisprachig für mehr Ordnung und Sicherheit werben“, so Nowak. „Ich mache seit 1990 Wahlkampf. Aber einen solchen Übergriff habe ich noch nie erlebt.“ An allen Orten der Zerstörung hingen hingegen weiterhin grüne und rote Plakate. Die CDU Leipzig habe die Zerstörung und den Diebstahl bei der Polizei Leipzig angezeigt.

Der Leipziger CDU-Chef Andreas Nowak.
Die Plakataktion ist also ein zielgruppengerechtes Adressieren von Missständen mit Ordnung und Sicherheit. Inwiefern Zustände, in denen arabisch- und türkischsprachige Wahlplakate notwendig sind, um Straftäter zu erreichen, womöglich auch auf die 16-jährige Regierung von Angela Merkel zurückgehen, steht auf einem anderen Blatt.
Doch diese Debatte wird die CDU, das kann man mit Sicherheit sagen, noch im Wahlkampf führen …
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