Landgericht München verurteilt Ex-Bayern-Profi Boateng wegen Körperverletzung zu Geldstrafe
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Das Landgericht München hat den ehemaligen Bayern-Profi Jerome Boateng zu einer Geldstrafe wegen Körperverletzung verurteilt. Angesichts der Schwere der Vorwürfe ist Boateng somit mit einer milden Strafe davongekommen. Die Strafe steht „unter Vorbehalt“, das heißt Boateng muss nur zahlen, sollte er sich noch einmal etwas zu Schulde kommen lassen. Von dem Vorwurf des „notorischen Frauenschlägers“ gegen Boateng sei in dem Verfahren nichts übrig geblieben, hatte die Richterin im Prozess erklärt, wie t-online berichtet.
Das Gericht blieb deutlich unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte eine Geldstrafe in Höhe von 1,12 Millionen Euro für den 35-Jährigen gefordert, zu zahlen in 160 Tagessätzen zu 7000 Euro. „Für mich steht der Sachverhalt so fest“, hatte die Staatsanwältin in ihrem Schlussplädoyer gesagt.

Von dem Vorwurf des „notorischen Frauenschlägers“ gegen Boateng sei in dem Verfahren nichts übrig geblieben, hatte die Richterin im Prozess erklärt.
Boatengs Verteidigung plädierte hingegen für eine „moderate Geldstrafe“ wegen fahrlässiger Körperverletzung oder die Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage. Der Anwalt des ehemaligen Bayern-Spielers sprach vor Gericht von einem „erfundenen Narrativ des Frauenschlägers“, einer „für beide Seiten erwartbaren Rangelei“ und wechselseitiger Körperverletzung. Boateng habe seine Ex-Freundin weggestoßen, sie ihn an der Lippe verletzt.
Hintergrund des Gerichtsstreits war ein Spieleabend mit Freunden während eines Karibikurlaubs. Dieser eskalierte in einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen Boateng und seiner damaligen Freundin Sherin S. Auf Beleidigungen seien körperliche Übergriffe gefolgt.
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