„Militant gegen Nazis vorgehen”: Antifa-Extremist legitimiert linke Gewalt im taz-Interview
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In einem Interview mit der Tageszeitung taz spricht Antifamitglied Marco T. über die Angst vor der AfD, politische Gewalt und was die bürgerlichen Parteien in ihrem Kampf gegen die AfD falsch machen.
Marco sei bei den „North East Antifascists“ organisiert, heißt es seitens taz – laut dem Verfassungsschutz ist diese Gruppe einer der Hauptakteure der linksextremen Szene im Großraum Berlin.
Angst vor einem Ende der alimentierten Ideologie
Auf die Frage, was er befürchte, wenn die AfD in einem Bundesland an die Macht käme, antwortet er: „Dann wird es natürlich echt schwierig. Wir sehen auf kommunaler Ebene, wie die AfD gegen alles vorgeht, was ihnen nicht passt: Projekte gegen Rechtsextremismus, Beratungsstellen für Schwangerschaftsabbrüche, linke Jugendzentren.“
In Brandenburg liegt die AfD laut INSA-Umfrage vom 16. Juli 2024 bei 24 Prozent, derweil finanziert das Bundesland viele fragwürdige Projekte, darunter auch das örtliche extrem linke Alternative Zentrum „freiLand“. Dieses Gelände bietet Platz für reihenweise „progressive“ Vereine, Kunstprojekte, einen Klub und ein Radio – allesamt genießen den Segen der mehrheitlich linken Landes- und Stadtregierung.„Der künftige Erbbaupachtvertrag sieht vor, dass der jährliche Erbbauzins von knapp 69.000 Euro von der Stadt an die Stadtwerke gezahlt wird, denen das Gelände gehört – also praktisch eine städtische Förderung“, schrieb der Potsdamer Tagesspiegel-Ableger PNN.
Auf dem Gelände findet sich unter anderem ein Büro der örtlichen Gruppe der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA). In Bayern wird die VVN-BdA etwa im Verfassungsschutz gelistet. Dort heißt es: „Die VVN-BdA ist die bundesweit größte linksextremistisch beeinflusste Organisation im Bereich des Antifaschismus“.
Der neue Brandenburger Kulturausschuss-Vorsitzende Alexander Tassis (AfD) sorgt jetzt schon für Panik unter links-ideologischen Kulturschaffenden. In einer Microsoft-Form sammeln die Antifa-Aktivisten des „freiLands“ Unterschriften für einen Brandbrief gegen den demokratisch legitimierten Vorsitzenden – zu groß ist die Angst vor einem abgedrehten Steuergeld-Hahn.

Vorsitzender des Potsdamer Kulturausschuss, Alexander Tassis
Was machen die bürgerlichen Parteien?
„Schon jetzt treibt die AfD die bürgerlichen Parteien mit ihren rassistischen, migrationsfeindlichen Inhalten vor sich her. Die anderen Parteien beschließen bereits heute rassistische Gesetze wie Asylrechtsverschärfungen, die Bezahlkarten und so weiter“, behauptet der Linksextremist im Interview. Auf die Suggestivfrage, warum denn die bürgerlichen Parteien der AfD inhaltlich nichts entgegensetzen können, antwortet Marco: „Ich glaube, sie denken, dass sie das bereits tun. Sie denken, dass es schon funktionieren wird, symbolisch dem Rassismus auf der Großdemo die rote Karte zu zeigen, aber gleichzeitig Asylrechtsverschärfungen zu beschließen.“ Für Marco scheint es offenbar logisch, die AfD durch den Verzicht auf Asylrechtsverschärfungen zu bekämpfen. Dabei gab die Mehrheit der AfD-Wähler 2023 (65 Prozent) an, die Partei aufgrund des Themenblock „Zuwanderung / Migrationspolitik“ zu wählen. Wenn die bürgerlichen Parteien die AfD schwächen wollen, müssten sie sich die AfD diesbezüglich zum Beispiel nehmen.
Das Problem der Abgrenzung
Angesprochen auf die breiten Bürgerbündnisse gegen Rechts stellt Marco klar: „Wir sind schon der Meinung, dass wir breite Bündnisse brauchen – unter der Prämisse, dass wir unsere Kritik an den bürgerlichen Regierungsparteien klar benennen und unsere eigenen Aktionsformen wählen können. Idealerweise greifen die dann ineinander, wie kürzlich in Essen, wo Massenproteste gegen den AfD-Parteitag von Blockaden begleitet wurden. Wichtig ist, dass sich die Bürgerlichen nicht sofort abgrenzen.“
Marco vergisst zu erwähnen, dass es bei der Demo gegen den AfD-Parteitag in Essen 28 verletzte Polizisten, einer mit Rippenbrüchen, 143 Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch und tätlichen Angriffs auf Polizisten gab. Eine Abgrenzung der Bürgerlichen von der extremen Linken scheint nach dieser Bilanz nur logisch, wenn sie sich schon entschließen, mit den Extremisten gemeinsam zu demonstrieren.
Exklusives NIUS-Material von Rangeleien bei der Gegendemo:
„Nicht einfach so Bock auf Schlägereien“
Zum schlechten Image der Antifa findet Marco passende Worte und legitimiert dabei linksextreme Gewalt: „Wenn militant gegen Nazis vorgegangen wird, dann müssen wir deutlich machen, dass wir nicht einfach so Bock auf Schlägereien oder Gewalt haben, sondern dass von Nazis für bestimmte Menschen ein enormes Bedrohungspotenzial ausgeht, gegen das wir vorgehen.“
„Wenn sich Menschen für militantere Aktionsformen entscheiden, sollte man sich aber schon solidarisch verhalten, selbst wenn man selbst vielleicht eine andere Aktionsform wählt. Wir grenzen uns da jedenfalls von nichts ab“, fügt er hinzu.
Marco macht damit deutlich: Linke Gewalt sei gerechtfertigt, weil sie die Richtigen treffe. Menschen, von denen ein „enormes Bedrohungspotenzial“ ausgehe, seien legitime Ziele – ob er damit auch Gewalt gegen Kommunisten und andere Antifa-Aktivisten legitimieren will, erscheint unwahrscheinlich.
Zum Schluss nutzt der Extremist die Plattform der taz, um eine neue Vernetzung antifaschistischer Strukturen zu werben. Die taz verlinkt freundlicherweise die Seite der Bewegung, auf welcher sich ein eindeutiger Gewaltaufruf findet. „Mit Faschist:innen wird nicht diskutiert, Faschist:innen werden bekämpft. Auf allen Ebenen, mit allen Mitteln, die dafür notwendig sind“, heißt es unter Punkt vier der gemeinsamen Erklärung.
Gewalt? Ja! Konsequenzen? Nein!
Immer wieder rufen Antifa-Mitglieder zur Gewalt auf – nur um danach gegen die Konsequenzen zu demonstrieren und diese zu skandalisieren. Deutlich wurde das zuletzt nach der Auslieferung des Linksterroristen Simeon T. (von Linken „Maja“ genannt) – dieser war an den lebensbedrohlichen Angriffen auf Rechte in Ungarn beteiligt. Nach der Ankündigung der Auslieferung zum Haftantritt überzog eine Welle der Empörung nahezu alle linken Strukturen in der Bundesrepublik. Nicht nur solle man den Terroristen nicht ausliefern, man solle ihn auch freilassen – „Free all Antifas“.

Der Solidaritäts-Beitrag der „North East Antifascists“
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