NIUS Live: „In schlechten Zeiten muss man zeigen, dass am Ende des Tunnels immer ein Licht ist“
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Wer die Nachrichten verfolgt, könnte in Deutschland den Eindruck bekommen, die Welt geht unter. Klimawandel-Panik und Rechtsruck auf der einen Seite, Migrations-Krise und einstürzende Brücken auf der anderen Seite sorgen schon am Morgen für erhöhten Blutdruck.
Der Schweizer Journalist und Medienunternehmer Roger Köppel kann mit Abstand auf die Geschehnisse und Sorgen der Deutschen blicken. Am Donnerstagmorgen erklärte er bei NIUS Live, warum die Menschheit in seinen Augen noch nicht dem Untergang geweiht ist.
„Realitätsflucht in die Geschichtspornografie“
„Ich habe festgestellt, wenn man sich mit den Fragen der Ewigkeit auseinandersetzt, dann kommt es zu einer relativ einfachen Schlussfolgerung. Nämlich, dass das größte Wunder überhaupt darin besteht, dass es etwas gibt, dass etwas existiert, also das Geschenk des Lebens“, so der Schweizer Köppel. Ob dieses Wunders verblassten viele Probleme. Außerdem lasse sich mit einem Blick zurück in die Geschichte erkennen: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne“. Sorgen und Ängste haben die Menschen schon immer geplagt.
Der Journalist ist überzeugt, es gehe weder nur abwärts in schlechten Zeiten, noch gehe es stetig aufwärts in guten Zeiten. „In schlechten Zeiten muss man zeigen, dass im Grunde am Ende des Tunnels immer ein Licht ist“. Die Gleichsetzung von heutigen mit damaligen Politikern, die in Deutschland gern gemacht wird, hält Köppel für „geschichtsblind, weil es immer auch eine Verkennung und Verharmlosung ist von dem, was früher war“. Deutschland erlebe kein zweites 1933.
Bei NIUS Live nennt Roger Köppel dieses Phänomen „Realitätsflucht in die Geschichtspornografie“. Dabei sei es von Nutzen, sachlich über die Probleme im Land zu sprechen und die Vergangenheit nicht politisch zu instrumentalisieren, ist der Journalist überzeugt.
Die ganze Sendung NIUS Live:
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