NIUS Live: „Wir rauben einer ganzen Generation einen Teil ihrer Jugend“
Ein Beitrag von
Der öffentliche Raum wird immer mehr zum Schauplatz der Verrohung. Schlägereien, Messerangriffe und Vergewaltigungen sind in Deutschland mittlerweile ein tägliches Phänomen. Die ersten, die darunter leiden, sind Frauen, Mädchen und Menschen, die es sich nicht leisten können, nachts ein Taxi statt der U-Bahn zu nehmen.
Bei NIUS Live sprechen am Donnerstagmorgen Julian Reichelt und Birgit Kelle über die Zerstörungskraft der Politik, die sich selbst als feministisch und sozial bezeichnet. „Wir rauben einer ganzen Generation einen Teil ihrer Jugend. Den Mädchen noch mehr, aber ich mache mir auch um die Jungs Sorgen“, so Kelle. „Ein 18-jähriger deutscher Junge, der sozialisiert ist, dass er keine Gewalt anwenden soll, wenn der in eine Gruppe von auch nur drei arabischen Jungs gerät, dann ist der erledigt. Der kann sich gar nicht wehren, weil wir es ihm körperlich abtrainiert haben. Weil wir immer gesagt haben, Gewalt ist keine Lösung“. Nur für viele der migrantischen Jugendlichen sei es eben genau das Hauptmittel gegen Probleme, stellt die Autorin fest.
„Die Jugend fühlt sich im Stich gelassen“
„Wir nehmen uns allen einen Teil von Lebensqualität, von Lebensfreude. Und der Jugend nehmen wir diese Freiheit, die es ja auch braucht in dem Alter“. Kelle erinnert sich an ihre eigene Teenager-Zeit: „Als 16-Jährige durfte ich abends mit dem Fahrrad nach Hause fahren und es war eben nicht das Problem. Wir hingen nachts noch im Park herum. Jetzt habe ich selbst Kinder im jugendlichen und im jungen Erwachsenenalter und als Mutter macht man sich Gedanken.“ Seit 2015 spreche Kelle immer wieder über das gefährliche Phänomen, Männer aus islamischen Ländern unkontrolliert ins Land zu lassen, die dann in Deutschland das gleiche rückständige Weltbild vertreten und verbreiten, das sie aus ihrer Heimat kennen. Doch passiert sei in fast zehn Jahren gar nichts.
Stattdessen zeigten die Wahlergebnisse in Sachsen und Thüringen eindeutig: „Die Jugend fühlt sich im Stich gelassen“, so NIUS-Chefredakteur Reichelt. Und sie quittiere ihre Wut, ihre Verzweiflung mit der Stimmabgabe für die AfD. „Ich glaube, das ist auch ein ganz bitterer Bruch von jungen Menschen nicht nur mit der Politik, sondern auch mit ihrer Eltern-Generation“.
„Es wird eine Frage des Geldes“
Das Tragische an der links-grünen Politik, die sich stets auf die Fahne schreibe, marginalisierten Gruppen zur Seite zu stehen, sich für die Arbeiter einzusetzen, sich um Frauenrechte zu scheren, sei, dass sie das Gegenteil bewirke, so Reichelt. „Es werden ja insgesamt Frauen verdrängt, aber als Allererstes werden die Töchter der kleinen Leute verdrängt, denn die Töchter der wohlhabenderen Leute bekommen vielleicht einfach 50 Euro Taxi-Geld mit auf den Weg“. Eine Möglichkeit, die Geringverdiener gar nicht hätten. Birgit Kelle stimmt zu: „Es wird eine Frage des Geldes. Wir haben ja im Prinzip schon geteilte Verhältnisse“.
Die ganze Sendung NIUS Live hier:
Mehr NIUS:
Radiosender für „Diversität, Gesellschaft, Popkultur”: Jetzt tobt die Linke über das „Cosmo”-Aus
Potsdam räumt neue Hausbesetzung nach wenigen Tagen – aber duldet linkes Hausprojekt seit fast 18 Jahren
Weil er Pfandflaschen für 58,25 Euro sammelte: Rentner aus Hamburg wurde Grundsicherung gekürzt
„Ich muss Fahrtwind haben“: Bärbel Bas fährt mit dem Motorrad in Schlangenlinien durch den Stau
Ist der Begriff „Zigeuner“ diskriminierend?
Antisemit der Woche: SPD-Politiker Adis Ahmetović wirft Israel „Ermordung von über 80.000 Menschen” in Gaza vor
Wahl des Studentenparlaments: An der Uni Hamburg kann man für „Alkohol zurück in die Mensen“ stimmen
Plötzlich sollen diese Yogaklamotten rechts sein
Mehr NIUS:
„Ich muss Fahrtwind haben“: Bärbel Bas fährt mit dem Motorrad in Schlangenlinien durch den Stau
Ist der Begriff „Zigeuner“ diskriminierend?
Antisemit der Woche: SPD-Politiker Adis Ahmetović wirft Israel „Ermordung von über 80.000 Menschen” in Gaza vor
Wahl des Studentenparlaments: An der Uni Hamburg kann man für „Alkohol zurück in die Mensen“ stimmen
Plötzlich sollen diese Yogaklamotten rechts sein
Neue Studie: Deutschland verliert seine Besten
Polizei Brandenburg warnt Eltern vor „rechtsextremen Online-Strategien“
Trans-„Tochter” von Elon Musk in Dessous: „Trans-Körper werden angefeindet und dämonisiert”
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare