Rentenprognose des Arbeitsministeriums: 45 Jahre arbeiten und trotzdem droht die Altersarmut
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Auch für viele vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer sieht die Rentenprognose düster aus: Fast die Hälfte von ihnen wird später mit einer monatlichen Rente von unter 1.500 Euro auskommen müssen. Das ergeben aktuelle Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums.
Von den knapp 22 Millionen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten in Deutschland werden nach derzeitigen Prognosen rund 9,3 Millionen im Alter eine Rente von unter 1500 Euro erhalten. Das geht aus aktuellen Erhebungen des Bundesarbeitsministeriums hervor, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete.
Um auf Bezüge von mindestens 1500 Euro zu kommen, müssen Arbeitnehmer demnach 45 Jahre lang 40 Stunden die Woche gearbeitet und rechnerisch einen Stundenlohn von 20,78 Euro erreicht haben. Dies entspricht einem Bruttomonatslohn von 3602 Euro. Für eine Rente mit 1200 Euro braucht der Arbeitnehmer einen Bruttomonatslohn von 2882 Euro.

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Vor allem in den östlichen Bundesländern sieht die Prognose düster aus: Laut der Zahlen werden 41 Prozent der Vollzeitarbeitenden in Mecklenburg-Vorpommern weniger als 1200 Euro Rente erhalten. Das ist der Negativrekord unter den Bundesländern. Dahinter liegt Thüringen mit 40 Prozent, Sachsen-Anhalt und Sachsen folgen mit 39 Prozent, dann kommt Brandenburg mit 38 Prozent. Der Spitzenwert liegt in Hamburg: In der Hansestadt gehen die Prognosen von 17 Prozent aus, dahinter liegt Baden-Württemberg mit 18 Prozent.
Die Bundesregierung definiert Altersarmut ab einem Jahreseinkommen von unter 13.628 Euro, also 1135 Euro monatlich. Zum Stichtag 1. Juli 2021 mussten von über 19,6 Millionen Rentnern in Deutschland 17,9 Prozent mit Bezügen unterhalb der Armutsgrenze auskommen. Die Zahl steigt seit Jahren an: Im Jahr 2010 waren es lediglich 12,6 Prozent.
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