Schießereien, Messer-Attacken, Belästigungen: Der öffentliche Raum wird immer mehr zum TATORT
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Die Gewalteskalation in Deutschland hält das Land im Würgegriff. Tagtäglich kommen neue Berichte über schwere Gewalt ans Tageslicht: Messerstechereien folgen auf sexuellen Missbrauch und Gruppenvergewaltigung; Erniedrigungen und körperliche Gewalt auf Schießereien. NIUS dokumentiert die Gewaltspirale.
Fakt ist: Es kommt nicht nur zu einer beispiellosen Fülle von zwischenmenschlichen „Einzelfällen“, die inzwischen schlicht keine „Einzelfälle“ mehr sind, sondern ein strukturelles Problem aufzeigen: die Erosion der Sicherheit im öffentlichen Raum.
Der öffentliche Raum ist zum Unsicherheitsraum geworden
Dieser öffentliche Raum – also die gesamte Sphäre, in der sich das zwischenmenschliche Zusammenleben abspielt, die soziale Interaktion, der Berufs- und Heimweg, der Transport – ist heute zum Unsicherheitsraum geworden. Und in diesem muss jeder nächtliche Ausflug auf die Ausgehmeile, jede Fahrt mit der S-Bahn, jedes Treffen im Park, jeder Schulweg stattfinden ...
- Beispiel Regensburg! Wegen zwei Vergewaltigungsfällen durch Tunesier im angrenzenden Bahnhofsviertel schlägt die St. Marien-Schule in Regensburg Alarm. „Weisen Sie Ihre Töchter darauf hin, dass sowohl die Fürst-Anselm-Allee als auch die Bahnhofsgegend trotz erhöhter Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst auch tagsüber Kriminalitätsschwerpunkte sind.“ Deshalb werden die Schülerinnen angewiesen, „nur gut ausgeleuchtete Wege und Straßen“ zu nutzen und den Schulweg nicht alleine zu bestreiten: „Unabhängig von der Tageszeit sollten Ihre Töchter den Schulweg am besten in Gruppen antreten.“
- Beispiel Bielefeld! Ein ganz normaler Samstagabend im März. Doch plötzlich fallen in der Altstadt Schüsse, Profiboxer Besar Nimani wird mit sechs Schüssen hingerichtet. Hintergrund: Der Boxer war in eine Clanfehde verwickelt. Es ging um Schutzgeld und noch zu begleichende Rechnungen. Die Täter flüchten, von ihnen fehlt jede Spur. Inzwischen fahndet die Polizei nach ihnen.
- Beispiel Köln! Ein Ausflug in eine Kneipe in Rheinnähe sollte ihm zum Verhängnis werden. Ein 15-Jähriger wird von zwei Männern (18 und 20 Jahre alt) bedroht, anschließend entführt, auf eine Insel gebracht und erstochen. Die Polizei findet seinen leblosen Körper am nächsten Tag im Rhein. Zwei Tatverdächtige wurden verhaftet, nach einem dritten, dem 26-jährigen Y., wird aktuell mit Hochdruck gefahndet!
- Beispiel Berlin! Ein lauwarmer Sommerabend sollte eigentlich Vergnügen bringen und einen Umtrunk im Freundeskreis. Doch er endete für eine 14-Jährige als Martyrium, sie wurde von einer Gruppe junger Männer anal vergewaltigt. Inzwischen wurden ein 18-Jähriger und ein 19-Jähriger verurteilt, zwei Mittäter sitzen seit vergangenem Sommer in U-Haft. Ähnliche Gruppenvergewaltigungen bei größeren Events in Parks und an Seen sind auch aus Hamburg bekannt – oder vom Görlitzer Park in Berlin.
- Beispiel Zugfahrt! Egal, wo: Im ganzen Bundesgebiet kommt es zu Horror-Nachrichten bei Zugfahrten von A nach B. In Brokstedt in Schleswig-Holstein ersticht der staatenlose Palästinenser Ibrahim A. die 17-jährige Ann-Marie und ihren 19-jährigen Freund Danny. Im August droht ein Syrer (24), alle Bahnreisenden im Zug nach Osnabrück umzubringen. Wenige Tage später nötigt ein 29-jähriger Afghane eine 19-Jährige sexuell auf einer Bahnfahrt zwischen Ulm und Stuttgart. Dies deckt sich auch mit den Zahlen einer AfD-Anfrage aus Baden-Württemberg: 31 Prozent mehr Straftaten, 117 Prozent mehr Tunesier, 136 Prozent mehr Straftaten durch Afghanen! Der ÖPNV ist jetzt Gefahrengebiet.

Gedenken an die getötete Ann-Marie und ihren Freund Danny in Brokstedt.
Egal ob Schulwegsicherheit, Sommerabendvergnügen oder S-Bahn-Ausflug: Inzwischen muss an vielen Orten der Öffentlichkeit festgestellt werden: Die Sicherheit ist verschwunden, man muss mitunter davon ausgehen, Zeuge oder Geschädigter eines Übergriffs zu werden. Frauen schalten ihren Standort ein, geben bei Unsicherheit vor, sie würden telefonieren, tragen Pfefferspray bei sich.
Bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalitätsstatistik in Niedersachsen heißt es: „Der zunehmende Aufenthalt der Menschen im öffentlichen Raum führt insgesamt zu mehr Tatgelegenheiten und -anlässen (erhöhte Mobilität). Zudem haben wirtschaftliche und soziale Belastungen Einfluss auf die Zahl der Gewaltdelikte.“
Heißt: Der öffentliche Raum wird zunehmend okkupiert. Und gerade die Anwesenheit potenzieller Tätergruppen macht den öffentlichen Raum mehr und mehr zu einem Ort der Unsicherheit.
Mehr bei NIUS: Gruppenvergewaltigung in Hamburg: Warum dieses Urteil ein Skandal ist
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