„Veganuary“ bei der Deutschen Bahn: NIUS testet veganen Steckrüben-Bagel für 7,50 Euro
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- Die Deutsche Bahn ruft im „Veganuary“ zur rein pflanzlichen Ernährung auf.
- Passend dazu das Highlight auf der neuen Speisekarte des Bordrestaurants: ein veganer Steckrüben-Bagel für 7,50 Euro.
- Unser NIUS-Reporter hat den Bagel getestet und erreichte mit 20 Minuten Verspätung sein Ziel.
„Happy Veganuary“, wünscht die Deutsche Bahn im neuen Januar-Menü des Bordbistros an Bord der ICE-Flotte. „Bunt, leicht, gut gelaunt“ wartet direkt auf Seite 1 des Menüs folgendes Highlight auf die Zugreisenden:

In Kooperation mit dem Food-Startup „Verrano“ gibt’s bei der Bahn einen veganen Steckrüben-Bagel im Angebot.
Dazu schreibt die Bahn direkt zu Beginn der Menükarte:
„Veganuary ist eine internationale Organisation, die Menschen weltweit dazu ermutigt, im Januar sowie den Rest des Jahres eine rein pflanzliche Ernährung auszuprobieren. Jetzt mitmachen.“
NIUS macht, zumindest für wenige Minuten, mit und testet den veganen Bagel. Dass die Bahn nun auch zu ganzjähriger, pflanzlicher Ernährung aufruft, lässt den NIUS-Reporter leicht irritiert zurück.
So schmeckt der vegane Steckrüben-Bagel
Der Bagel wird warm serviert, schaut aber darüber hinaus, ehrlich gesagt, nicht besonders appetitlich aus. Den optischen Schock serviert die Bahn nicht auf so schicken Tellern wie im Prospekt, sondern auf einem profanen Pappdeckel. Wer den Geruch von verbranntem Gemüse und Sauerkraut erfolgreich verdrängt, wird jedoch belohnt: Es schmeckt nicht so schlecht wie erwartet – eine Bitternote hat die Steckrübe jedoch allemal.

Optisch nicht ganz wie in der Reklame: der vegane Bagel der Deutschen Bahn
Der Bagel ist geschwefelt und enthält Sulfite. Zu den 53 Prozent Weizenkleingebäck gesellen sich 16 Prozent pikant-würziger Aufstrich, 18 Prozent marinierte Steckrübenscheiben, 10 Prozent Krautsalat sowie etwas Zucker, Stärke, Gemüsemeerrettich und Worcestersauce.

Gelbe Soße, Kraut und Steckrübe geben zumindest die entfernte Impression eines Hamburgers
Aufatmen für alle Traditionalisten: Das Chili con Carne und die Currywurst sind weiterhin in einer Fleisch-Version erhältlich (neben der veganen Option). Dass der Gourmet-ICE mit zwanzig Minuten Verspätung im Berliner Hauptbahnhof eintraf, spielt für die Deutsche Bahn im „Veganuary“ wohl eine untergeordnete Rolle ...
Wie treffend, dass die Deutsche Bahn am Freitagnachmittag neue Pünktlichkeitszahlen lieferte: Mehr als jeder dritte Fernzug der Deutschen Bahn war im vergangenen Jahr unpünktlich. 37,5 Prozent der Halte wurden mit einer Verspätung von mehr als 5:59 Minuten erreicht; 62,5 Prozent der ICE- und IC-Züge waren pünktlich unterwegs, wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte. 2023 lag die Pünktlichkeitsquote bei 64 Prozent und 2022 bei 65,2 Prozent.
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