Warnstreik der GDL legt Deutschland lahm: Noch keine Einigung in Sicht
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Bis 18 Uhr will die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) am heutigen Donnerstag streiken. In ganz Deutschland kommt es bereits zu massiven Einschränkungen im Bahnverkehr. Die GDL fordert unter anderem eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Eine Einigung der Streitparteien ist noch nicht in Sicht.
Auf zahlreichen Strecken in ganz Deutschland geht kaum noch etwas: Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) streikt seit Mittwochabend. Bis Donnerstag um 18 Uhr soll der Streik fortgesetzt werden. Bahnreisende müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen.
Erstes Angebot der Bahn wurde ausgeschlagen
Die Deutsche Bahn erstellte einen Notfahrplan und geht davon aus, dass „weniger als 20 Prozent der ICE- und IC-Züge“ sowie kaum Regionalzüge fahren. Das Unternehmen riet Fahrgästen, nicht notwendige Reisen zu verschieben. Auf seiner Internetseite richtete der Konzern eine Notfall-Hotline ein. Auch im Nahverkehr soll es zu weitreichenden Einschränkungen kommen.

Nichts geht mehr: Die Anzeigetafel am Hauptbahnhof von Köln.
Die GDL hatte den Warnstreik erst am Dienstag überraschend angekündigt. Aufgerufen sind unter anderem Lokführer, Zugbegleiter, Werkstattbeschäftigte und Fahrdienstleiter. Die Deutsche Bahn sagte daraufhin die zweite Tarifverhandlungsrunde in dieser Woche ab. „Entweder man streikt, oder man verhandelt. Beides gleichzeitig geht nicht“, sagte Personalvorstand Martin Seiler. Die für diesen Donnerstag und Freitag geplanten Gespräche fänden deshalb nicht statt.
Die GDL fordert bei einer Tariflaufzeit von einem Jahr eine Lohnerhöhung von monatlich mindestens 555 Euro, eine Erhöhung der Zulagen für Schichtarbeit um 25 Prozent und eine steuerfreie Inflationszahlung von 3.000 Euro.
Drohen auch an Weihnachten Streiks?
Zentral für die Gewerkschaft ist aber vor allem eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich für Schichtdienst-Mitarbeiter. Das erste Angebot der Bahn erachtete die Gewerkschaft als unzureichend.

Auch in Erfurt war am Donnerstag in der Frühe nicht viel los.
Das Unternehmen bietet elf Prozent mehr Lohn sowie eine Inflationsprämie von bis zu 2.850 Euro bei einer Laufzeit von 32 Monaten. Die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich lehnt der Konzern jedoch ab.
Noch ist völlig unklar, wie es nun weitergeht. Eigentlich sind die nächsten Gespräche der beiden Streitparteien für den 23. und 24. November angesetzt. Ob diese stattfinden, ließen beide Seite offen. Somit könnte es auch zu Streiks rund um Weihnachten kommen.
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