Wegen EU-Regulierung: Revolutionäre Übersetzungs-AirPods funktionieren NICHT in Deutschland
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Apple stellte am 9. September eine Revolution vor. Dank Live-Übersetzung werden Gespräche in Echtzeit über Sprachgrenzen hinweg möglich. So können gleich fünf verschiedene Sprachen ohne Aufwand verstanden werden. Einen vergleichbaren Funktionsumfang gab es bis dato noch nicht. Doch ausgerechnet Nutzer in Deutschland und der EU bleiben außen vor – die Funktion bleibt hier gesperrt. Warum? Weil Bürokratie-Hürden der EU es so wollen.
„Die Live-Übersetzung mit AirPods ist nicht verfügbar, wenn Sie sich in der EU befinden und das Land oder die Region Ihres Apple-Kontos ebenfalls in der EU liegt“, heißt es seitens Apple in einer Pressemitteilung.
Wegen Regulierungswahns darf Europa das Feature nicht nutzen
Schuld ist der Digital Markets Act (DMA), das Gesetz aus Brüssel, das Apple dazu zwingt, seine Innovationen auch für fremde Hersteller bereitzustellen, bevor sie überhaupt an eigene Kunden ausgerollt werden dürfen. Apple macht unmissverständlich klar:
„Der DMA verpflichtet Apple dazu, dass bestimmte Features auch auf Nicht-Apple-Produkten und -Apps funktionieren, bevor wir sie unseren Nutzer:innen zur Verfügung stellen dürfen. Leider ist dafür erheblicher Entwicklungsaufwand erforderlich, was dazu geführt hat, dass einige neue Features in der EU verzögert eingeführt werden.“
Das erscheint besonders absurd in Anbetracht der aktuell unterstützten Sprachen (Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch), die in der EU ihren größten Nutzungszweck hätten.
„Europäische Kommission hat unsere Vorschläge abgelehnt“
Trotz Bemühungen seitens Apple ist es aufgrund der komplexen Anforderungen nicht möglich zeitgleich zum Rest der Welt neue Innovationen in der EU zu veröffentlichen. Apple hatte sogar Lösungen vorgeschlagen, um Innovation und Datenschutz unter einen Hut zu bringen. Doch Brüssel blockt. Apple warnt:
„Wir haben Änderungen an diesen Features vorgeschlagen, die den Schutz der Nutzerdaten gewährleisten würden, aber bisher hat die Europäische Kommission unsere Vorschläge abgelehnt. Nach Auffassung der Europäischen Kommission ist es gemäß DMA illegal, diese Funktionen für Apple Nutzer:innen freizugeben, solange wir sie nicht auch für die Produkte anderer Unternehmen bereitstellen. Würden wir sie früher freigeben, würden wir mit einer Geldstrafe belegt und möglicherweise dazu gezwungen, den Vertrieb unserer Produkte in der EU einzustellen.“
EU macht Anforderungen „nahezu unmöglich“
Innovationen werden künstlich ausgebremst. Apple schreibt: „Wir möchten, dass unsere Nutzer:innen in der EU dieselben Innovationen zur selben Zeit erleben können wie alle anderen – und wir setzen uns aktiv dafür ein, selbst wenn der DMA uns dabei ausbremst. Doch der DMA führt voraussichtlich dazu, dass die Liste der in der EU verzögerten Features weiter wächst – und dass die Nutzererfahrung auf Apple-Produkten in der EU zunehmend hinterherhinken wird.“
Apple weiter: „Im Rahmen des DMA ändert sich die Auslegung der Vorschriften durch die Europäische Kommission ständig. Das macht es für Unternehmen nahezu unmöglich zu wissen, wie sie den Anforderungen entsprechen sollen.“
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