Winterzeit statt Adventszeit: Wenn Kindergärten einfach Weihnachten abschaffen
Ein Beitrag von
Es ist ein Phänomen unserer Zeit: Weihnachtsmärkte werden zu „Wintermärkten“ und Sankt Martin wird zum „Lichterfest“ – Weihnachten wird verbannt. Die Leidtragenden dabei sind die Jüngsten.
Ein NIUS-Leser berichtete, in der Kita „Im Brande“ in Seelze (Nähe Hannover) wurden zu Nikolaus keine Stiefel aufgestellt und auf sämtlichen Weihnachtsschmuck wie Lichterketten, Engelsfiguren und Leuchtsterne verzichtet – vom fehlenden Weihnachtsbaum ganz zu schweigen. Die Begründung der Kindertagesstätte sei: Zuckerfest feiere man ja auch nicht. Das sei ein Beschluss der Mitarbeiter gewesen.
Weihnachten feiern – ein neues Tabu?
NIUS fragte bei der Kita nach. Eine Angestellte teilte uns mit, es sei auf Wunsch einiger Eltern auf Weihnachtsbräuche und Dekoration verzichtet worden. Negative Reaktionen soll es nicht gegeben haben. Statt der Adventszeit feiere man nun die „Winterzeit“. Ersatzweise werden sogenannte „Aktionstage“ durchgeführt. Dabei wurden die Eltern nicht zum gemeinsamen Weihnachtsplätzchen backen, sondern zum „Kekse backen“ in die Einrichtung eingeladen. Religionen sollen möglichst aus dem Kita-Alltag herausgehalten werden und nur bei konkreten Nachfragen der Kinder thematisiert werden. Die Kita sei allerdings noch dabei, ein passendes Konzept für den Umgang mit dem Weihnachtsfest zu finden. Das klingt fast so, als wäre Weihnachten ein Tabuthema.

Immerhin: Auf das Basteln von Adventskalendern wird nicht verzichtet.
Leider kein Einzelfall
Es ist kein Einzelfall, dass Weihnachten aus der Kita verbannt wird. Erst kürzlich berichtete NIUS über eine Hamburger Kita, die auf einen Weihnachtsbaum verzichtet, um kein Kind und keinen Glauben auszuschließen. Hier werden dennoch weihnachtliche Bräuche wie Weihnachtsfrühstücke und Adventskalender basteln gepflegt – nur eben unter anderem Namen.
Am Donnerstagmorgen staunten die Kinder, Eltern und Erzieher der Hamburger Kita nicht schlecht: Florian Schröder, Besitzer eines Pflanzengeschäfts, hatte der Kita einen prächtig geschmückten Weihnachtsbaum samt festlichem Schmuck und Nikolausgeschenken in den Garten der Kita gestellt. Doch die Überraschung war nur von kurzer Dauer. Denn die Kita-Leitung hatte bereits im Vorfeld beschlossen, bewusst auf einen Weihnachtsbaum zu verzichten ...

Kein Weihnachtsbaum für die Mobi-Kita in Hamburg. Der Tannen-Spender wurde von der Kita-Leitung sogar angezeigt.
Die Reaktion der Kita-Leitung folgte prompt und rigiros: Der Baum wurde entfernt, und es wurde sogar eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt. Die Geschenke wurden von der Polizei zur „Prüfung der Eigentumsverhältnisse“ sichergestellt.
Diese Absage an den Weihnachtsbaum sorgte nicht nur bei Eltern und Kindern für Unverständnis, sondern auch bei Florian Schröder. Er äußerte gegenüber Bild sein Unverständnis: „Wir finden, dass alle Kinder das Recht auf einen Weihnachtsbaum haben. Ein Weihnachtsbaum steht in unseren Augen für Wärme und Gemeinschaft während der besinnlichen Zeit.“
Mehr NIUS:
„Keine christlichen Feste“: Kita streicht Weihnachtsbaum, um religiöse Gefühle nicht zu verletzen
Mehr NIUS:
Radiosender für „Diversität, Gesellschaft, Popkultur”: Jetzt tobt die Linke über das „Cosmo”-Aus
Potsdam räumt neue Hausbesetzung nach wenigen Tagen – aber duldet linkes Hausprojekt seit fast 18 Jahren
Weil er Pfandflaschen für 58,25 Euro sammelte: Rentner aus Hamburg wurde Grundsicherung gekürzt
„Ich muss Fahrtwind haben“: Bärbel Bas fährt mit dem Motorrad in Schlangenlinien durch den Stau
Ist der Begriff „Zigeuner“ diskriminierend?
Antisemit der Woche: SPD-Politiker Adis Ahmetović wirft Israel „Ermordung von über 80.000 Menschen” in Gaza vor
Wahl des Studentenparlaments: An der Uni Hamburg kann man für „Alkohol zurück in die Mensen“ stimmen
Plötzlich sollen diese Yogaklamotten rechts sein
Mehr NIUS:
„Ich muss Fahrtwind haben“: Bärbel Bas fährt mit dem Motorrad in Schlangenlinien durch den Stau
Ist der Begriff „Zigeuner“ diskriminierend?
Antisemit der Woche: SPD-Politiker Adis Ahmetović wirft Israel „Ermordung von über 80.000 Menschen” in Gaza vor
Wahl des Studentenparlaments: An der Uni Hamburg kann man für „Alkohol zurück in die Mensen“ stimmen
Plötzlich sollen diese Yogaklamotten rechts sein
Neue Studie: Deutschland verliert seine Besten
Polizei Brandenburg warnt Eltern vor „rechtsextremen Online-Strategien“
Trans-„Tochter” von Elon Musk in Dessous: „Trans-Körper werden angefeindet und dämonisiert”
Leonie Ipati
Artikel teilen
Kommentare