Wissenschafts-Voodoo: Dr. Otto ist der neue Klima-Drosten
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Friederike Otto wird derzeit als Pionierin einer Modellierungs-Forschungsdisziplin ins gleißende Licht der Wissenschaft gerückt. Dabei klingen ihre Thesen in ihrer erkenntnismäßigen Anmaßung eher wie die Scharlatanerie von Sehern und Glaskugel-Deutern.
Sie hat am sechsten Bericht des Klimarats IPCC mitgeschrieben, dem Time-Magazin galt sie 2021 als eine der hundert einflussreichsten Menschen. Auch aktuell mischt sie mit: „Wenn der Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen auf der COP 28 nicht gelingt, werden mehrere weitere Millionen Menschen in die Schusslinie des Klimawandels geraten“, was ein „schlimmes Vermächtnis“ für die Klima-Konferenz in Dubai wäre, so Otto dem britischen Guardian gegenüber. Sie lehrt am Imperial College London – das ist dieselbe Institution, wo „Professor Lockdown“ Neil Ferguson agiert und im März 2020 die Welt mit maßlos übertriebenen Modellierungen in autoritäre Maßnahmen stürzte.
Die Klima- und Corona-Denke sind Geschwister vom selben Geiste, geleitet von einem unerschütterlichen Vertrauen in die Belastbarkeit mathematischer Computer-Modellierungen.
Klima-Forschung auf Basis einer simulierten Welt, die nicht existiert
Ottos Attributions- oder Zuordnungsforschung glaubt in der Lage zu sein, anlässlich extremer Wetterereignisse herauszufinden, ob und wie diese vom Klimawandel beeinflusst worden sind. Dazu simulieren die Klima-Forscher eine Welt, die es nicht gibt. Und vergleichen diese Welt mit der Welt, die es gibt.

Die Welt als Wille und Computer-Berechnung: Klimaforscher modellieren weit in die Historie zurück.
In Friederike Ottos eigenen Worten in einem Interview klingt das wie folgt. Auf die Frage, wie Otto den Klimawandel als Schuldigen festmache könne, antwortet sie:
„Indem wir eine Welt simulieren, in der es diesen nicht gibt. Das können wir, weil wir sehr genau wissen, wie viele Treibhausgase seit Beginn der industriellen Revolution zusätzlich in die Atmosphäre gelangt sind. Stellt sich nun heraus, dass in der Welt ohne globale Erwärmung die gleiche Dürre nicht alle zehn, sondern nur alle 100 Jahre auftritt, können wir sie dem menschengemachten Klimawandel zuordnen. Die Hitzewelle in Frankreich im vergangenen Jahr zum Beispiel wäre ohne den Klimawandel zwei Grad kälter gewesen.“

Textildruck 1890 und Industrialisierung: Die Klimaforschung glaubt, die damaligen Temperaturen auf Kommastellen genau zu kennen.
Die industrielle Revolution begann etwa im Jahr 1760. Laut Deutschem Wetterdienst gibt es für Deutschland erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts verlässlich gemessene Temperatur-Daten. Lange davor, im Jahr 1760, gab es natürlich ebenso wenig Wetterstationen wie Messmöglichkeiten für den C02-Gehalt in der Atmosphäre. Laut Klimaforschung mache das aber nichts, denn man könne die fehlende Datenlage durch mathematische Modellierungen mit leistungsstarken Computern rekonstruieren.
260 Jahre Erdgeschichte am Computer zurückdrehen
Im Klartext heißt das: Friederike Otto glaubt, per Computersimulation bis ins Jahr 1760 zurückgehen zu können, um von da die Welt noch einmal ohne den „Sündenfall“ der industriellen Revolution entstehen zu lassen. Ihre „Forschungsdisziplin“ beansprucht, circa 260 Jahre Menschheits- und Erdgeschichte zurückdrehen und so genau simulieren zu können, dass sie auf die Gradzahl genau weiß, wie viel milder bestimmte Hitzewellen unserer Zeit ausfallen würden, wenn wir Menschen den Klimawandel nicht „gemacht“ hätten.

Temperaturen werden noch nicht lange systematisch erhoben, hier: Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes auf dem Feldberg.
Während modellierte Prognosen sich wenigstens noch an der Wirklichkeit beweisen müssen, sie entweder eintreffen oder nicht, können Friederike Ottos Thesen empirisch – also gemessen an der greifbaren Erfahrung – weder widerlegt noch bewiesen werden. Niemand kann schließlich in der „Welt ohne globale Erwärmung“ nachschauen, ob dort die Dürre wirklich so viel seltener als hierzulande eintritt.
Ideologie in wissenschaftlichem Gewand
„Wissenschaft“, die mit möglichen Welten hantiert, erinnert an philosophische Diskussionen im 17. Jahrhundert. So vertrat der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz beispielsweise die Ansicht, wir lebten in der „besten aller möglichen Welten“. Für die Klima-Ideologen des 21. Jahrhunderts hingegen scheinen wir in der schlechtesten aller möglichen Welten zu leben, verschuldet von einer westlichen Zivilisation, die ein einziger Schuldkomplex sei. Friederike Ottos neues Buch trägt etwa den Titel: „Klimaungerechtigkeit: Was die Klimakatastrophe mit Kapitalismus, Rassismus und Sexismus zu tun hat“. Das klingt ganz nach Fridays For Future Ideologie, nur in promoviertem Gewand.
Die sogenannte Klimatologie ist nicht vergleichbar mit der Wissenschaft, die etwa das Atom spaltete, die Technik des Röntgens entwickelte oder der Menschheit zur ersten Mondlandung verhalf. Sie erschafft nichts, was funktioniert, sondern dient der Klimapolitik als ideologischer Steigbügelhalter.
Und zwar mit Thesen, die sich letztlich in bloßen Warnungen erschöpfen, die Menschen, gerade Kinder und Jugendliche, verängstigen und Stimmung für radikale Maßnahmen machen, deren Kosten und schwerwiegende Folgen – im Gegensatz zu Simulationen – feststehen.
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