Frühestens Ende 2024 mehr Pünktlichkeit: Bittere Pille für Bahn-Kunden
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- Nur 69 Prozent der ICE- und IC-Züge sind in Deutschland pünktlich.
- Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) stellt die Deutschen auf Besserung frühestens Ende 2024 ein.
- Ziel der Bahn ist es, bis 2030 mit den Generalsanierungen auf 40 Strecken ein Hochleistungsnetz zu gewährleisten.
Diese Nachricht dürfte viele Bahnkunden verärgern: Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) rechnet frühestens Ende nächsten Jahres mit einer verbesserten Pünktlichkeit bei der von Verspätungen geplagten Deutschen Bahn. Der Politiker sagte: „Der schlechte Zustand unserer Hauptkorridore ist das drängendste Problem, das wir jetzt angehen.“

Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Digitales und Verkehr, rechnet erst Ende 2024 mit einer pünktlicheren Bahn.
Zuerst soll die Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim saniert werden. Dort soll der ersten „Hochleistungskorridor“ in Deutschland entstehen. Wissing: „Ab dann wird es schon besser.“ Die Baustelle soll Ende 2024 fertig sein.
69 Prozent der Züge pünktlich
Jeder siebte Fernverkehrszug in Deutschland müsse durch diesen Korridor, so Wissing. „Auf der Riedbahn haben wir heute mindestens eine Betriebsstörung pro Tag. Bei mehr als 300 Personen- und Güterzügen täglich hat das enorme Auswirkung auf die Betriebsabläufe in ganz Deutschland.“

ICE-Züge der Deutschen Bahn (DB) stehen im Betriebswerk Stellingen auf den Gleisen.
Dass Handlungsbedarf besteht, zeigt das Verspätungsproblem der Bahn – und das seit Jahren. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren 68,7 Prozent der ICE- und IC-Züge pünktlich unterwegs, wie die Deutsche Bahn mitgeteilt hatte. Eigentlich hat sich die Bahn für das laufende Jahr eine Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr von mehr als 70 Prozent vorgenommen. Dazu sollte man allerdings wissen: Ein Zug gilt laut Bahn erst bei einer Verspätung ab sechs Minuten als unpünktlich, ausgefallene Züge tauchen bei den Verspätungen ebenfalls nicht auf.
Der Hauptgrund ist die marode Infrastruktur: Das gut 33.000 Kilometer umfassende Streckennetz der DB ist in großen Teilen dringend sanierungsbedürftig, auf manchen Strecken kommt es fast täglich zu Störungen. Geplant ist nun eine „Generalsanierung“ wichtiger Korridore.
Bis 2030 soll auf 40 Strecken ein Hochleistungsnetz entstehen
„Man muss sich das so vorstellen, wie wenn man eine Hauptschlagader im Körper operiert und sie dafür abklemmt. Dafür muss man vorher einen Bypass legen, sonst führt das nicht zur Heilung, sondern zum Kollaps des Patienten“, sagte Wissing. Deswegen werden vor der Korridorsperrung mehrere Bypässe gelegt, so Wissing. Nebenstrecken sollen ertüchtigt und gleichzeitig Schienenersatzverkehre eingerichtet werden.
2025 gehe es weiter mit der Sperrung von zwei Korridoren, und zwar den Strecken Emmerich-Oberhausen und Hamburg-Berlin. Ziel der Bahn ist es, bis 2030 mit den Generalsanierungen auf 40 Strecken ein Hochleistungsnetz zu gewährleisten, auf dem der Verkehr zuverlässiger läuft und zudem mehr Züge fahren können.
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