Wulff feiert Ramadan-Beleuchtung: „Dann kann man aber auch mal ein muslimisches Lied singen!“
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Über Frankfurt und Köln prangen seit Sonntag leuchtende Halbmonde: Die Ramadan-Beleuchtung in den beiden Großstädten hat für Diskussionen darüber gesorgt, wie viel öffentlichen Raum islamische Religionsausübung einnehmen darf. Bundespräsident A.D. Christian Wulff erklärte die Beleuchtung nun gegenüber Welt TV zum „Zeichen von Toleranz“ gegenüber den Muslimen in Deutschland.
Er prägte 2010 den Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“, und er steht noch heute zu ihm: Bundespräsident A.D. Christian Wulff hat bei Welt TV bekräftigt, dass er noch immer der Ansicht ist, der Islam sei ein Teil der Bundesrepublik: „Das ist ein Ausweis von Realität, dass es bei uns Muslime gibt.“
Für die aktuelle Kritik an steuerfinanzierter Ramadan-Beleuchtung in deutschen Großstädten hat Wulff, der Stiftungsrat der Deutschlandstiftung Integration ist, kein Verständnis.
„Man soll doch die Kirche im Dorf lassen. Es ist ein Zeichen von Toleranz, es gibt viele Muslime in der Frankfurter Region, die haben jetzt den Ramadan. Und wenn man zeigt: ‚Das nehmen wir wahr, das nehmen wir zur Kenntnis‘, ist das für mich eine Frage der Toleranz und völlig okay.“
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Das Video hält den Moment fest, in dem die Ramadan-Deko in Frankfurt zu leuchten beginnt:
Ein „ganz wichtiges Signal“
Es sei ein „ganz wichtigen Signal in einer Zeit, wo der Kapitän unserer Fußball-Nationalmannschaft Moslem ist, wo 5000 muslimische Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr Dienst tun, ihr Leben riskieren für unser Land und für unsere Freiheit“. Ohne Migranten würde die Nationalmannschaft auf dem Niveau von Liechtenstein spielen.
Kritik daran, dass der Islam zu viel Raum in der Öffentlichkeit einnehme, nannte er „fremdenfeindlich und intolerant.“ Die deutsche Gesellschaft unternehme viel zu wenige Anstrengungen, um die Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte zu integrieren. Als Beispiel nannte er Rassismuserfahrungen bei der Wohnungssuche und „Hass im Netz“.
„Wir sollten weltoffen sein und uns fragen, warum wir bei ausländischen Arbeitskräften so unbeliebt geworden sind.“

Auch über Köln leuchten nun Halbmonde. (Foto: IslamiQ)
Ein Problem seien dabei vor allem die Menschen, die „generell für Verbannung von Religion aus dem öffentlichen Raum“ sind. „Wenn ich viele Christen habe, die sich engagieren, dann kann man auch mal ein muslimisches Lied singen.“
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