ZDF-Ziege gegen ARD-Ass: Der gemeinste Zicken-Tweet des Jahres!
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Da hat es ARD-Nachwuchs-Hoffnung Julia Ruhs doch tatsächlich gewagt, vom grün angehauchten Migrationskurs bei den Öffentlich-Rechtlichen abzuweichen und einen kritischen Kommentar über die Flüchtlingspolitik in Deutschland einzusprechen – schon kommt der Zickenangriff vom ZDF.
Da sei die „junge Kollegin“ auf „Pseudo-Maßnahmen“ hereingefallen und hätte mit ihrer Stimme, die „noch nicht ausgebildet“ ist, „billige Provokation“ betrieben, die „einer ÖRR-Journalistin nicht gut steht“, schrieb die 16 Jahre ältere ZDF-Moderatorin und Hauptstadtkorrespondentin Nicole Diekmann bei X (früher Twitter) – freilich mit ausgeschalteter Kommentar-Funktion. Um dann zu fordern: „Sie herabzuwürdigen, ist aber unanständig.“
Noch nie wurde ein Aufruf zur Nicht-Herabwürdigung derart herabwürdigend verfasst. Friendly-Fire bei den Öffentlich-Rechtlichen!

Der Angriff von Nicole Diekmann auf Julia Ruhs
Schnappatmung allerorten
Kein Wunder, dass Diekmann die jüngere Kollegin rüffelte: Ruhs hat die Frechheit besessen, das Normalste und in einem Rechtsstaat Selbstverständlichste überhaupt gutzuheißen: Abschiebungen von abgelehnten Asyl-Bewerbern. Wörtlich sagte sie: „Na immerhin, die Ampel ringt sich durch zu mehr Vernunft. Sie will abgelehnte Asyl-Bewerber jetzt konsequenter abschieben.“
Am besten sollten Menschen ohne Bleibeperspektive erst gar nicht nach Europa kommen, meint Ruhs – eine These, die zwar in Umfragen deutlich mehrheitsfähig ist, für die sich jedoch sicher ein Ex-Wahlkampfmanager der Grünen oder Politikwissenschaftler findet, der sie als „rechtsoffen“ einordnet.
Ruhs setzte noch einen drauf: „Allein diese Schlagzeile dürfte beim Wählerklientel der Grünen und Offenherzigen Schnappatmung auslösen.“ Dass es aber ZDF-Kollegin Diekmann sein würde, deren Blutdruck in ungesunde Sphären steigen würde, hatte Julia Ruhs wohl nicht eingeplant.
Diekmanns Herabwürdigungs-Tweet rief Kritiker auf den Plan, die teils heftig beleidigten – vor allem aber die Kollegen, die Julia Ruhs und ihre Haltung verteidigten.
The Pioneer-Chefredakteur Michael Bröcker schreibt: „Muss so ein herablassender Ton gegen eine Journalistin sein, die einfach eine andere Meinung hat?“, fragt er in Richtung der ZDF-Journalistin.

„Das muss Solidarität unter Frauen sein“, schreibt Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt. Dazu: „Der ÖRR und seine zwangsgebührenfinanzierten Kolleg:innen, wenn einmal im Jahr etwas anderes als rotgrüner Kitsch gepredigt wird.“

Der CSU-nahe Influencer Armin Petschner-Multari schreibt: Diekmanns Tweet stehe „symptomatisch für sie und große Teile des ÖRR-Apparates – abgehoben, selbstgerecht und auch nicht unbedingt sympathisch“.

Julia Ruhs selbst äußerte sich nicht zu der Kritik ihrer ÖRR-Kollegin. So oder so scheint sie mit ihrer Meinung einen Nerv getroffen zu haben: Der Beitrag hat schon jetzt – und allein in den Sozialen Medien – mehr als 1,6 Millionen Menschen erreicht ...
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