Warum wir um einen Wal weinen – und bei Menschen wegsehen!
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Ein gestrandeter Buckelwal vor der Insel Poel hält Deutschland seit Tagen in Atem. Sämtliche Rettungsversuche wurden nach Expertenbegutachtungen endgültig eingestellt. Das Tier befindet sich unweigerlich im Sterbeprozess.
Die Bilder aus der Ostsee sind bedrückend. Aber die mediale Dauerberichterstattung der vergangenen Tage, von weinenden Ministern bis hin zu Live-Tickern, hat mich nachdenklich gemacht. Steht diese gigantische Anteilnahme noch in irgendeinem Verhältnis zu den realen Krisen unserer Zeit?
Mitgefühl, ja bitte – muss aber ins Weltbild passen
Während die Gewaltkriminalität laut aktueller Statistik des Bundeskriminalamts rapide angestiegen ist und in Deutschland im Schnitt über 50 Fälle pro Tag registriert werden, in denen Kinder Opfer sexualisierter Gewalt werden, und gleichzeitig Kriege toben, bleibt der große gesellschaftliche Aufschrei bei menschlichen Tragödien oft aus. Ich stelle immer öfter fest: Unsere Empathie wird auffällig schnell auf Stand-by geschaltet, sobald ein Geschehen nicht ins eigene politische Weltbild passt oder uns anders überfordert.
Warum filtern wir unser Mitgefühl bei echten Menschen, verfallen bei einem Tier aber in kollektive Trauer? In meiner neuen Folge „Gio unzensiert“ analysiere ich diesen gesellschaftlichen Widerspruch.
Wenn ihr wissen wollt, nach welchen vier konkreten Kriterien wir meines Erachtens heutzutage unbewusst aussortieren, wer unser Mitgefühl bekommt und wer nicht, dann schaut euch jetzt hier meine neue Folge an.
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GIO
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