Der öffentlich-rechtliche RBB hat mit linker politischer Gewalt kein Problem: Was für ein Skandal!
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Bei den öffentlich-rechtlichen Erziehungsmedien brechen alle Dämme. Die Dämme, die gerade brechen, sind die Schutzwälle der demokratischen Selbstverständlichkeiten. Dazu gehört die Übereinkunft unter Demokraten, dass politische Gewalt weder verharmlost noch gerechtfertigt werden darf.
Beim Rundfunk Berlin-Brandenburg sieht man das offenbar anders. Dort durfte ein linksradikaler Aktivist Verständnis zeigen für Gewalt gegen Menschen – unwidersprochen. Der RBB belegt damit ein grundlegendes Problem. Auf dem linken Auge ist der öffentlich-rechtliche Erziehungsfunk oft blind – selbst dann, wenn er dadurch zum Komplizen linker Gewalt wird.
Die aktuelle Folge „Kissler Kompakt“ sehen Sie hier:
Sympathie mit Linksextremisten
Es ist ein ungeheuerlicher Vorgang. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg zeigt Verständnis für Gewalt gegen Andersdenkende. Damit verlässt der RBB den Boden des Rechtsstaats und der Demokratie. Die Form, die der RBB für eine ungeheure Botschaft gewählt hat, macht den Skandal nicht geringer.
Es handelt sich um ein Interview mit einem italienischen Comiczeichner. Der Mann nennt sich Zerocalcare, heißt eigentlich Michele Rech, und er schrieb ein Buch über einen deutschen Linksextremisten, der sich Maja T. nennt.
T. steht in Ungarn vor Gericht. T. wird versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen – begangen auf brutalste Weise an tatsächlichen oder vermeintlichen Rechtsradikalen in Budapest.
„Wenn jemand zu Gewalt greift, haben vorher andere versagt“?
Was der RBB den Zeichner sagen lässt, führt bei jedem Demokraten zur Fassungslosigkeit. Schon die Überschrift des Interviews ist reine Täter-Opfer-Umkehr.
Die Überschrift lautet nämlich: „Wenn jemand zu Gewalt greift, haben vorher andere versagt.“ Das sagt Rech, der sich Zerocalcare nennt, tatsächlich. Er meint linke Gewalt gegen sogenannte Faschisten. Mit diesem Satz kann sich aber jeder Täter zum Opfer klären – schuld haben dann immer die anderen.

Der RBB widerspricht nicht
Was folgt aus der gefährlichen Behauptung „Wenn jemand zu Gewalt greift, haben vorher andere versagt“? Jede Gewalttat lässt sich auf diese Weise rechtfertigen. Rechtsextremisten, die auf Migranten losgehen, können mit dieser Parole den Migranten oder der Politik die Schuld für ihre Gewalttat geben. Linksextremisten, die Anschläge auf das Stromnetz verüben, können dem Staat die Verantwortung für ihre eigenen Verbrechen zuschieben.
Der RBB hat mit dieser Devise kein Problem. Die beiden Interviewer – Tomas Fitzel und Jannis Byell, der auch für das ARD-Kulturmagazin „Titel Thesen Temperamente“ arbeitet – widersprechen nicht. Im Zusammenhang wird die Aussage noch monströser.
Täter-Opfer-Umkehr
Fitzel und Byell fragen Michele Rech: „Wo endet für Sie ein legitimer Widerstand im Kampf gegen Faschismus?“
Die Antwort des Comiczeichners lässt tief blicken: Er, also der militante Widerstand gegen sogenannte Faschisten, „endet, wenn es keinen Grund mehr gibt, diese Mittel einzusetzen, um Faschisten daran zu hindern, Schaden anzurichten. Wenn jemand zu Gewalt greift, haben vorher andere versagt. In einer Gesellschaft mit wirksamen ‚Antikörpern‘ – nicht nur Polizei, sondern auch einer engagierten Zivilgesellschaft – wäre eine physische Auseinandersetzung überflüssig. Wo jedoch Gleichgültigkeit herrscht und Faschisten ungehindert handeln können, verurteile ich es nicht, wenn jemand auch mit Gewalt reagiert.“

Eine Nachfrage der RBB-Journalisten Fitzel und Byell unterbleibt.
So wird linke Gewalt verharmlost
Was hat der Comiczeichner da unwidersprochen im RBB behaupten dürfen? Physische Gewalt, Gewalt gegen Personen also, könne nötig sein, solange es noch Faschisten gebe. Eine Gesellschaft, die Faschisten dulde, dürfe sich nicht wundern, wenn Antifaschisten zur Gewalt greifen. Meint Michele Rech, der linke Aktivist und Comiczeichner.
Er behauptet allen Ernstes: „Wo Gleichgültigkeit herrscht und Faschisten ungehindert handeln können, verurteile ich es nicht, wenn jemand auch mit Gewalt reagiert.“ Spätestens an dieser Stelle hätte der RBB intervenieren müssen.
Stattdessen erfährt der Zwangsbeitragszahler noch: „Ein Teil der Erlöse“ des Buches über Maja T. komme den Budapester Angeklagten zugute.
So schließt sich der Kreis: Der RBB verharmlost linke Gewalt und trommelt zur Unterstützung von Linksextremisten. Da brechen wirklich alle Dämme.
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Alexander Kissler
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