ARD und ZDF werben für linke Politik – im Kabarett
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Politisches Kabarett im Zweiten Deutschen Fernsehen ist der Versuch, die Welt auf links zu drehen. Insofern ergeht es dem politischen Kabarett kaum anders als der politischen Berichterstattung: Wunderbar bedient und bestens unterhalten werden die Wähler der Grünen, der SPD, der Linkspartei.
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Am heutigen Dienstag aber unterbietet das ZDF seine eigenen Schamgrenzen: Ein Wahlkämpfer der Partei „Die Linke“ moderiert die Kabarettsendung „Die Anstalt“. Offenbar will das ZDF nun offen das sein, was Kritiker ihm seit langem vorwerfen: ein Propagandist des linken Randes.
Werbung für die Linkspartei
Jeder darf sich natürlich im Rahmen der Verfassung politisch engagieren, selbst mittelbegabte Satiriker wie Max Uthoff. Doch das pflichtbeitragsfinanzierte ZDF sollte sich nicht in Wahlkampfzeiten zum Wahlkampfhelfer machen. Der Herr mit der hohen Stirn ist laut ZDF die Hauptperson der Sendereihe „Die Anstalt“.
Es handelt sich um eine, wie es offiziell heißt, „Politsatire mit Max Uthoff“ – und anderen. Uthoff tritt heute vor die Kameras des ZDF, wenige Tage, nachdem er aus seinem politischen Herzen keine Mördergrube machte: Uthoff bekannte sich öffentlich zur Partei „Die Linke“. Sie will er wählen.
Uthoff begründet seinen parteipolitischen Einsatz so: Es brauche im Bundestag ein „Gegengewicht zu den rechten und neoliberalen Stimmen“. Die Linke setze sich für „Solidarität, Gerechtigkeit und Chancengleichheit“ ein, ganz im Gegensatz zur von Uthoff verhassten AfD.
Diese Auffassungen sind von der Meinungsfreiheit natürlich gedeckt. Ein wütender Antikapitalismus ist das Kennzeichen der „Anstalt“ im Allgemeinen und von Uthoff im Besonderen. Aber, werter ZDF-Konzern: Es ist nicht von eurem Programmauftrag gedeckt, dem Werbegesicht einer radikal linken Partei mitten im Wahlkampf ein 45-minütiges Showfenster zu spendieren.
Die Vorlieben der Wenigen
Man stelle sich den umgekehrten Fall vor: Ein Komiker, Satiriker oder Journalist outete sich als AfD-Wähler. Jede Wette: Dreißig Minuten später würde man ihn aus dem Programm nehmen. Für Parteiwerbungen sind die Parteien zuständig, nicht ARD oder ZDF. Die Öffentlich-Rechtlichen aber sind auf dem linken Ohr taub.
Im Ersten gibt es Dieter Nuhr und manchmal Lisa Eckhart – beides keine Linken. Das war es dann aber schon. Ansonsten triumphiert auch in der ARD, ob im Fernsehen, ob im Radio jene linke Weltsicht, die momentan von rund einem Drittel der Bevölkerung geteilt wird. ARD und ZDF nehmen das Geld aller, um die politischen Vorlieben der Wenigen zu befriedigen.
Womit wir bei Sarah Bosetti wären. Die Entertainerin erlangte eine gewisse Berühmtheit während der Corona-Pandemie. Damals warb sie für das Boostern und verglich – im ZDF übrigens – Ungeimpfte und Impfskeptiker mit einem überflüssigen Körperteil, dem Blinddarm.
Mittlerweile hat Bosetti im öffentlich-rechtlichen Spartenkanal 3sat die Satireshow „Bosetti Late Night“. Und im Rahmen des öffentlich-rechtlichen Satireangebots „extra 3“ führt sie durch „Bosettis Woche“. In allen Formaten verachtet sie die CDU.
Nieder mit dem Patriarchat!
Friedrich Merz wurde in der jüngsten Ausgabe von „Bosettis Woche“ zum skrupellosen Populisten erklärt, der nach der tödlichen Attacke von Aschaffenburg nur „komplett absurde“ Vorschläge im Gepäck habe, etwa die Ausweisung von Ausländern. Merz, so Bosetti, verkenne das eigentliche Problem: das Patriarchat und die schlechte psychotherapeutische Versorgung.
Da klatscht die Grüne Jugend, und die Linkspartei freut sich: Offene Grenzen ja bitte, Abschiebungen nein danke! Frau Bosetti will Gewalttaten von Asylmigranten dadurch minimieren, dass der Steuerzahler für eine engmaschige „psychotherapeutische Versorgung“ sorgt. Auch den Wohnungsbau und die Kita-Krise hält Frau Bosetti für dringlicher als eine geordnete Asylpolitik.
So sehen wir im politischen Kabarett das Grundproblem von ARD und ZDF: Das Linke versteht sich von selbst. Linke dürfen alles. Die parteipolitische Neutralität werfen die Anstalten über Bord, sofern und solange es um die linke Sache geht. Ist aber ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der sich derart fest in die linke Weltanschauung verkapselt hat, überhaupt reformierbar?
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Alexander Kissler
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