Wadephul schadet deutschen Interessen – der Außenminister sollte zurücktreten
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Johann Wadephul darf nicht länger Außenminister sein. Er sollte die Konsequenz aus seiner Überforderung ziehen und das Amt zur Verfügung stellen. Wenn er nicht bereit ist, muss der Kanzler ihn entlassen. Wadephul schadet Deutschland. Die Inkompetenz begleitet ihn, Fassungslosigkeit erntet er.
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Jeder Tag mehr, an dem Wadephul im Amt ist, bestätigt ein schlimmes Vorurteil: dass in der Politik Seilschaften mehr zählen als das Leistungsprinzip. Wadephul leistet nichts für Deutschland. Wenn er im Amt bleibt, sollte die Bundesregierung nie wieder von Leistung reden. Wadephul ist der Ernstfall.
Türken loben, Deutsche schmähen
Wie konnte es geschehen, dass an die Spitze des Auswärtigen Amtes ein 62-jähriger Anwalt aus Husum gelangte, dem es von A bis Z an Eignung fehlt? Wadephul hat sich für einen Trampelpfad durch die Weltgeschichte entschieden. Wo er hintritt, wächst kein Gras mehr.
Den deutschen Trümmerfrauen unterstellte er, nichts für das Wirtschaftswunder der unmittelbaren Nachkriegszeit getan zu haben. Das Wirtschaftswunder, behauptete Wadephul, hätten türkische Gastarbeiter „möglich gemacht“. Er lobt die Türken und schmäht die Deutschen.
Wadephul wildert die Geschichte
Wadephul behauptet auch: Das heutige Syrien sei aus Deutschland zurückkehrenden Syrern nicht zuzumuten. Fatalerweise sind viele Syrer aus der Türkei bereits in die Heimat zurückgekehrt. Diese Syrer haben sich Syrien selbst zugemutet. Wadephul spricht von „apokalyptischen“ Zuständen in Damaskus. Er sagt, Syrien sei „schlimmer zerstört als Deutschland 1945“.
Wieder wildert er die Geschichte und beleidigt die Deutschen. Das zerbombte Deutschland, heißt das letztlich, war gar kein so schlimmer Ort, wenn es heute in Syrien schlimmer aussieht.
Fakt ist: Der syrische Bürgerkrieg ist vorbei. An vielen Stellen ist ein menschenwürdiges Leben möglich. Fakt ist ferner: Das deutsche Asylrecht knüpft die Rückkehr der Migranten nicht an 1a Wohnverhältnisse im Herkunftsland. Wer kein Recht hat, in Deutschland zu leben, muss Deutschland verlassen.
Kein Weichei will er sein
Wadephul beruft sich auf seine persönliche Betroffenheit und seine christliche Prägung. Wadephul ist aber weder der Ehrenvorsitzende von Pro Asyl noch der Schutzpatron der Caritas.
Sein Rollenprofil lautet: auf diplomatischen Wegen deutsche Interessen vertreten. Wadephul arbeitet undiplomatisch gegen deutsche Interessen an – und beharrt zugleich, „kein Weichei“ zu sein.
Beginnt das Abendland bald in Kabul?
Was kommt als Nächstes? Wird Wadephul uns erklären, in der Türkei sei die soziale Marktwirtschaft erfunden worden und in Syrien das Automobil? Wird er uns mit der Erkenntnis überraschen, die Wiege des Abendlands stehe eigentlich in Kabul, und in Aleppo sei die Bibel ins Deutsche übersetzt worden? Bei Wadephul ist alles möglich.
Man hätte es sich denken können. Schon als Abgeordneter hatte Wadephul seine Gedanken nicht im Griff, wenn er ans Rednerpult des Bundestags trat. Im Dezember 2020 lederte er gegen Donald Trump. Im Weißen Haus wird man es nicht vergessen haben.
Eine solche Tirade hätte reichen sollen, um jemand mit dem Amt zu betrauen, der sich in der Außenpolitik auskennt. Stattdessen griff Merz zur politischen Bückware aus Husum.
Einmal hatte Wadephul recht. Er sprach von der Regierung, wie von dieser gesprochen werden muss.
In der Tat. Die Regierung gibt ein desolates Bild ab und arbeitet handwerklich miserabel. Damals meinte Wadephul die „Ampel“. Heute müsste Wadephul von der aktuellen Regierung so reden – nicht zuletzt deshalb, weil er ihr angehört.
Wadephul sollte sein Trauerspiel beenden.
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Alexander Kissler
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