Willkommenskultur außer Rand und Band: Auch auf Persisch soll bald der Führerschein erworben werden können
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Deutsche Führerscheine – jetzt auch auf Persisch? Mit dieser Forderung hat sich ein Iraner an den Bundestag gewandt. Herr Yazdan Mehrdadmoghadam brachte knapp 34.000 Unterschriften mit. Deshalb beschäftigte sich der Petitionsausschuss damit.
Der Iraner will erreichen, dass künftig die theoretische Führerscheinprüfung in seiner Muttersprache abgelegt werden darf. Das Persische wäre die 13. Fremdsprache, der dieses Privileg zukäme. Der schiere Umfang zeigt: Deutschland übertreibt es mit seiner Willkommenskultur. Wer immer mehr Ausländern die Mühe abnimmt, Deutsch zu erlernen, schadet dem Land – und erschwert die Integration.
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Vor wenigen Tagen erklang Persisch im Bundestag. Das Deutsch des Herrn Mehrdadmoghadam ist zu schlecht, als dass er sein Anliegen verständlich vortragen könnte. Schon das ist seltsam.
Eine Dolmetscherin fand sich ein. Sie übersetzte die persischen Ausführungen ins Deutsche und die Fragen der Abgeordneten ins Persische. Warum lässt der Bundestag es zu, dass die Sprache der Bundesrepublik so relativiert wird? Und ist der Iraner wirklich Teil des, wie es wörtlich heißt, „Souveräns“ des Bundestags, Teil jener „Bürgerinnen und Bürger“, die sich an den Petitionsausschuss wenden dürfen? Wer kein Deutsch kann, bleibt Gast und gehört dem deutschen Souverän nicht an.
Weniger Deutsch, mehr Integration?
Wie argumentierte Herr Mehrdadmoghadam? Eine theoretische Führerscheinprüfung auf Persisch diene der Integration, nutze der Umwelt und lindere den Fachkräftemangel. Iraner und Afghanen würden dann schneller und billiger einen Führerschein erwerben können.
Herr Mehrdadmoghadam ist überzeugt: Seine Landsleute würden vom schnelleren Erwerb des Führerscheins ebenso profitieren wie ihr Gastland. Wieso aber soll der Verzicht auf deutsche Sprachkenntnisse die Eingliederung beschleunigen?
Worauf die Regierung stolz ist
Und ist es ein überzeugendes Argument, Iraner und Afghanen würden die Regeln zum „umweltbewussten Fahren“ beherzigen, wenn sie in ihrer Sprache abgefragt werden?
Herr Mehrdadmoghadam könnte Erfolg haben. Der Parlamentarische Staatssekretär von der CDU, Herr Hirte, erklärte: Die Bundesregierung verschließe sich der Forderung nicht.
Bedarf heißt das Zauberwort. Was nachgefragt werde, will man liefern – und sei es das Persische. Die Bundesregierung sieht sich als Serviceagentur für Ausländer, die in ihrer Sprache geprüft werden wollen. Es ist Mengenlehre, gemischt mit dem politisch Erwünschten. So erhielten jüngst Ukrainer und eine kurdische Gruppe ihr Sprachenprivileg.
Mittlerweile darf in Deutschland die theoretische Führerscheinprüfung in sage und schreibe zwölf verschiedenen Sprachen abgelegt werden. Wenigstens in dieser Disziplin ist die Bundesrepublik spitze! Sagt stolz der CDU-Politiker Hirte im Namen der Bundesregierung.
Auf diesen Rekord sollte die Bundesrepublik verzichten. Im Parlament versammelt sich das deutsche Volk. Wer dazu gehören will, muss die deutsche Sprache beherrschen. Die Spaltung wird zementiert, Gräben werden vertieft, wenn ein Land sich verleugnet – und sei es aus falsch verstandener Führerschein-Toleranz.
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Alexander Kissler
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