Deutschland im Jahr 2024: Du kannst nicht mehr so leben, wie du leben willst
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Es fängt immer bei den Kindern an.
Mein Kollegin Xenia erzählt mir, was Ihre Tochter aus der Grundschule berichtet. Ein Junge habe plötzlich sein Pausenbrot nicht mehr gegessen. Drei Tage lang. „Hab keinen Hunger gehabt“, sagte er. Die Wahrheit kam bald heraus: Er hat einen muslimischen Freund in der Klasse. Und der fastete tagsüber – Ramadan. Er wollte sich solidarisch zeigen und auch nichts essen. Obwohl er Hunger hatte, wie er später gestand.
Eine Kleinigkeit? Nicht der Rede wert? Ich sehe es anders. Ganz langsam, wie eine ausgepresste Zitrone auf Zuckerwürfeln, verändern fremde Traditionen unser Leben. In Schul-Kantinen und in Uni-Mensen gibt es plötzlich kein Schweinefleisch mehr. Man wolle keine muslimischen Mitstudenten provozieren, hieß es von Universitätsleitungen.
Unser Land beginnt sich zu verändern ...
Beispiel Köln: Muslimen zur Ehre gibt es dieses Jahr erstmals eine Ramadan-Beleuchtung in der Innenstadt. Bei der Boulevard-Zeitung Kölner Express gingen mehr als 34.000 Stimmen ein – mehr als 70 Prozent votierten bei der Frage nach der Ramadan-Beleuchtung mit: „Ich bin dagegen“. Die Kölner stehen damit übrigens nicht alleine: Eine repräsentative INSA-Umfrage für NIUS zeigt, dass die absolute Mehrheit der Deutschen GEGEN Ramadan-Lichter in unseren Innenstädten ist (51 Prozent).

Premiere in Deutschland: Ramadan-Beleuchtung in Köln Ehrenfeld. Frankfurt am Main hat auch eine..
Ist es Ihnen schon mal aufgefallen: Früher sah man an den Wochenenden oft Grüppchen von jungen Leuten auf den Straßen, die um „die Häuser ziehen“ wollten. Es waren meist junge Leute, nach Geschlechtern getrennt: hier Mädchen, da Jungen. Spät am Abend hatten sie sich dann meistens vermischt. Heute gehen schon am frühen Abend kaum noch junge Frauen allein auf der Straße – auch nicht in Gruppen. Wenn man sie fragt, sagen sie ganz offen: „Ohne männliche Begleitung trauen wir uns nicht mehr auf die Straße.“ Natürlich ist das nicht überall so. Aber in den Brennpunkten der Städte ist diese Tendenz eindeutig.
Deutschland im Jahr 2024: Du kannst nicht so leben, wie du leben willst. Unser Land beginnt sich zu verändern. Man spricht mehr über Ramadan als über das Christentum. Man spricht mehr darüber, dass man kein Schweinefleisch essen soll, statt wunderbares Schweinefleisch zu genießen. Wer Jude ist, trägt keine Kippa mehr – aus Angst, von muslimischen Judenhassern verdroschen zu werden. Junge Frauen tragen seltener Röcke, weil sie Angst haben, angemacht zu werden. Oder Schlimmeres zu erleben.
Noch erinnert alles an früher, an die Kultur, in der wir groß geworden sind. Aber fast unmerklich beginnen sich die Grundpfeiler unserer Kultur zu verändern – das Fundament, das uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind. Es ist höchste Zeit, sich darüber Sorgen zu machen.
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