Deutschland muss sich entscheiden: Energiewende oder Industrienation
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Was wurde uns nicht alles erzählt. Die „Energiewende“ solle jeden Bürger nicht mehr als eine Kugel Eis im Monat kosten. Wind und Sonne würden keine Rechnung schicken. Deutschland sei energiepolitisches Vorbild für die ganze Welt.
Robert Habeck höchstpersönlich verkündete, Deutschland habe kein Stromproblem. Die komplette „Energiewende“ beruht auf diesen und ähnlichen Sätzen. Sie sind alle falsch. Und am 7. März 2024, jetzt schon ein historischer Tag, wurde das ganze Lügengebäude ganz offiziell, ganz seriös vom Bundesrechnungshof zum Einsturz gebracht. In einem Sonderbericht zerfetzte er die deutsche Energiepolitik.
„Der Bundesrechnungshof sieht das Ziel einer preisgünstigen Versorgung der Allgemeinheit mit Strom als nicht gesichert an. Daraus ergeben sich erhebliche Risiken für den Wirtschaftsstandort Deutschland […]“. Weiter prangert er an: „Die sichere Versorgung ist gefährdet, der Strom teuer, während die Bundesregierung die Auswirkungen der Energiewende auf Landschaft, Natur und Umwelt nicht umfassend bewerten kann“. Obwohl all das Kritikern schon lange klar war, so ist es doch unglaublich, diese Sätze von der obersten Bundesbehörde zu lesen. Der Strom zu teuer, die sichere Versorgung gefährdet. In Deutschland. Nicht in irgendeinem Entwicklungsland. Im drittgrößten Industrieland der Welt. Umso wichtiger sind diese Sätze, denn deutlicher und öffentlichkeitswirksamer kann eine Behörde eine Bundesregierung kaum auseinandernehmen.

Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz
Habeck hat massive Investitionskosten „vergessen“
Auch zu Energieminister Robert Habeck, der immer wieder predigt, dass die Energiewende günstige Strompreise bringe, findet der Bericht vernichtende Worte: „Bis zum Jahr 2045 fallen allein für den Ausbau der Stromnetze massive Investitionskosten von mehr als 460 Milliarden Euro an. Das BMWK berücksichtigt diese Systemkosten bisher nicht bei seiner Darstellung der Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien.“
Im Klartext: Robert Habeck und sein Ministerium haben hunderte Milliarden Euro an Kosten entweder vergessen oder bewusst unterschlagen. Ein normaler Bürger, der bei seiner Steuerklärung auch nur ein Zehntausendstel dieser Summe „vergisst“, landet für lange Zeit im Gefängnis. Dabei hätte er noch nicht mal irgendwem wirklich geschadet, während Robert Habeck offiziell bestätigt, die Versorgungssicherheit eines ganzen Landes mit über 83 Millionen Einwohnern gefährdet zu haben.
Seit langem wird in konservativen, liberalen, international, aber auch in ökomodernistischen Kreisen – Ökomodernisten sind Grüne, die rechnen können – die deutsche Energiepolitik als die „dümmste der Welt“ bezeichnet. Ich selbst habe das auch lange getan. Ich unterlag einem Irrtum. Diese Zuschreibung ist nämlich nicht mehr haltbar, denn sie ist massiv verharmlosend. Dumme Menschen können nur begrenzt Schaden anrichten und die Folgen von Dummheit lassen sich in der Regel recht leicht korrigieren. Beides trifft auf die „Energiewende“ nicht zu.
Nur intelligente Menschen können über Jahrzehnte hinweg genügend Menschen davon überzeugen, die Regeln der Physik und der Mathematik zu ignorieren und ihren eigenen Luftschlössern Vertrauen zu schenken. Nur intelligente Menschen können die Wahrheit so geschickt verschleiern, dass sie 20 Jahre lang fast unhinterfragt Schaden anrichten können. Die Folgen dieser Realitätsverweigerung sind zudem dramatisch und nicht mehr zu ignorieren. Nur ein Beispiel: Allein im Jahr 2023 sank die energieintensive Produktion in Deutschland um 11 Prozent.

Die deutsche Energiepolitik: „die dümmste der Welt“?
Ein maximal wirksamer Anschlag auf die Existenzgrundlage einer Industrienation
Bei der Kritik an der „dümmsten Energiepolitik der Welt“ schwingt außerdem immer die Hoffnung, der Optimismus mit, dass die Gegenseite ja nur die Faktenlage nicht sieht, dass sie überzeugt werden kann, dass sie es eigentlich gut meint. Von diesen Annahmen muss sich spätestens nach dem 7. März 2024 jeder Kritiker verabschieden. Wer jetzt noch diese „Energiewende“ vorantreibt, verteidigt, ermöglicht und beschönigt, ist knallharter Ideologe und gefährlich.
Es muss so unmissverständlich formuliert werden: Die deutsche Energiepolitik ist nicht „dumm“, sondern ein hochintelligent verpackter, maximal wirksamer Anschlag auf die Existenzgrundlage einer Industrienation. Jede islamistische Terrorgruppe träumt davon, einem westlichen Land so viel Schaden zufügen zu können, wie es deutsche Politiker mit ihrem Solarpanel- und Windradkitsch tun.
Die „Energiewende“ war ein beispielloses Experiment. Ein Experiment, das die physikalischen Realitäten stets ignoriert hat, die Folgen davon jetzt aber nicht mehr beiseite wischen kann. Selbst die DDR-Planwirtschaft war besser organisiert und realitätsnäher als die deutsche Energiepolitik der letzten 20 Jahre. Es muss jedem klar werden: Die Energiewende ist gescheitert. Absolut gescheitert.
Die Naivität gegenüber dieser am Fels der Wirklichkeit zerschellten Ideologie, gegenüber all den Politikern, die sie in die Tat umgesetzt haben, von Jürgen Trittin über Christian Lindner und den Merkelianern in der Union bis hin zu Robert Habeck und Olaf Scholz, sie muss jetzt endlich aufhören. Jeder Journalist, egal wie sympathisch er die Grünen finden mag, der noch einen Rest von Berufsethos besitzt, muss jetzt jeden Stein dieser irren Energie-Planwirtschaft umdrehen. Es darf kein Interview mehr mit einem Politiker geben, ohne dass dieser darauf angesprochen und festgenagelt wird. Das ist alles nicht mehr lustig, kein Spiel mehr.

Selbst die DDR-Planwirtschaft war besser organisiert und realitätsnäher als die deutsche Energiepolitik der letzten 20 Jahre.
Darüber lacht die Welt
Es geht nicht mehr darum, dass Robert Habeck tolle, Wuschelhaare hat und schön klingende Phrasen aneinanderreihen kann. Es geht nicht mehr um irgendwelche Parolen oder Slogans. Es kann nicht mehr darum gehen, Politiker in Talkshows nur so zu befragen, dass sie liebend gerne wiederkommen. Es geht um nichts weniger als um die Grundlage unseres Wohlstandes. Es geht um eine ehrliche Aufarbeitung des Scheiterns der „Energiewende“. Wenn dieses Scheitern keinen Untersuchungsausschuss im Bundestag, keine täglichen Tagesschau-Berichte, keinen anhaltenden medialen Aufschrei, keine Demos der Zivilgesellschaft verdient, was dann? Und es geht vor allem um eine Abkehr von diesem Wahnsinn, über den die ganze Welt lacht, um eine Abkehr, frei nach Franz Josef Strauß, vom rot-grün-merkelschwarzlindnergelb geschmückten Narrenschiff Öko-Utopia hin zur spröden, langweiligen Vernunft.
1952 rief Konrad Adenauer ins Parlament: „Es ist die Schicksalsfrage Deutschlands. Wir stehen vor der Wahl zwischen Sklaverei und Freiheit. Wir wählen die Freiheit!“ 2024 steht Deutschland erneut vor einer Schicksalsfrage. Vor der Wahl zwischen Energiewende und Industrienation. Die Bundesrepublik sollte lieber schnell und richtig wählen, sonst ist der irreversible Kipppunkt der Wohlstandszerstörung erreicht und die relevante Industrie für immer weg.
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