Die Abgehobenen
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Die Entkoppelung von CDU und SPD von ihren Wählern kann man an ganz einfachen Beispielen festmachen. Die SPD hat sich von ihren Wählern entfremdet. Der Bundeskanzler der CDU hat sich von seinen eigenen Versprechen entfremdet. Gerhard Schröder sagte noch: Hol mir mal ’ne Flasche Bier. Der SPD-Spitzenkandidat in Baden-Württemberg sagte zu seinem Chauffeur: Hol mir mal ’ne feine Entenpastete aus Frankreich.
Gerhard Schröder und Franz Müntefering hätten diesen Mann, der dann 5,5 Prozent holte, noch vor der Wahl hochkant rausgeworfen.
Und hier ist der Bundeskanzler und das, was er VOR der Wahl zur Mehrwertsteuer gesagt hat – und was er heute sagt:
Nicht die Wähler laufen weg – die Parteien laufen weg
Der wohl häufigste Satz, den Sie in den letzten Jahren über CDU und SPD gehört haben, lautet: Den großen Volksparteien laufen die Wähler weg. Aber wie nahezu alle Sätze, die nahezu alle Hauptstadtjournalisten ständig wiederholen und sich gegenseitig erzählen, ist dieser Satz falsch.
Die aktuelle Folge „Achtung, Reichelt!“ sehen Sie hier:
Nicht die Wähler laufen den Parteien weg, sondern die Parteien laufen ihren Wählern weg – und zwar nach links. Und nicht nur laufen sie weg, sie sind dabei auch längst den Milieus und gesellschaftlichen Realitäten entschwebt, die sie einst so lustvoll und leidenschaftlich repräsentiert haben, dass Menschen sie aus tiefer Überzeugung, aus Begeisterung, mit Zuneigung, ja, nicht selten sogar politischer Liebe wählten.
Die CDU wurde für ihre sture, unbeirrbare Vernunft gewählt. Die SPD für ihr kämpferisches, manchmal poetisches Aufstiegsversprechen. Die CDU dafür, dass alles Gute so bleibt, wie es ist. Die SPD dafür, dass alles Schlechte einmal besser wird. Ihre Anführer verstanden und verkörperten das Land, weil ihre Geschichten und Lebenswege den Biographien gewaltiger Mehrheiten ähnelten. Sie repräsentierten im besten und bodenständigsten Sinne, die Sozialdemokraten meistens etwas glamouröser und lässiger als die Konservativen, die Konservativen dafür mit etwas mehr historischer Weitsicht, die schnell verstaubt und langweilig erscheinen kann.
Der einzige Klassenkampf, den es gab, richtete sich von unten gegen oben. Heute richtet er sich von oben gegen unten. Wer dieses Land kennt und liebt und sich die Mühe macht, nicht den Klischees der Hauptstadtjournalisten zu folgen, sondern selbst mit den Menschen zu sprechen, der weiß: Obwohl ganze Industrien wie die Kohle verschwunden sind, sind die Milieus mit ihren unterschiedlichen Sichten auf die Welt noch immer da. Aber die Parteien sind es nicht mehr. Ihr Spitzenpersonal hat sich an einem Phantasieort namens „demokratische Mitte“ hinter abgewrackten Durchhalteparolen, weltanschaulichen Schwüren, ideologischen Bekenntnissen, gescheiterten Ideen, durchschaubaren Ausreden und trotzigem Getöse verbarrikadiert. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns – das ist ihr letztes Argument.

Friedrich Merz und Lars Klingbeil haben die Verbindung zu ihren Wählern längst verloren.
Ihr größter Frust ist, dass Millionen Menschen ihnen auf dem langen Marsch in die linke Logik der letzten fünfzehn Jahre nicht folgen wollten und werden. Sie begreifen in ihren Herzen nicht, dass man keine Wahlrechtsreform machen kann, bei der direkt gewählte Abgeordnete nicht in den Bundestag einziehen. Sie können fast alle aus dem Stand leidenschaftliche Reden über die Regenbogenfahne halten, aber nur die wenigsten über Schwarz-Rot-Gold, sie vergöttern das hohle und für viele Menschen bedrohliche Wort Vielfalt, aber Dem Deutschen Volke wird ihnen immer fremder. Sie werden wütend, wenn man es wagt, sie an ihre gebrochenen Versprechen zu erinnern. Ihr letzter mächtiger Verbündeter ist die demographische Gewohnheit, weswegen all ihre Politik den Besitzständen gewidmet ist.
Politik als Umerziehung
Ihre größte Schwäche ist die totale Unfähigkeit zu Einsicht und Umkehr, gesprengte Kühltürme sind die zusammengestürzten Zeugen dieses Unwesens. Natürlich gibt es bei CDU und SPD auch hervorragende Leute, die tief verwurzelt sind in ihren Wahlkreisen, aber ihnen fehlt jede Kühnheit, den Ausbruch aus dem Parteienstaat zu wagen.
Als Friedrich Merz vor wenigen Tagen sagte, der Atomausstieg sei ein strategischer Fehler gewesen, aber leider unumkehrbar, obwohl die ganze Welt das Gegenteil beweist, hätte es in der einstigen Vernunftpartei CDU einen Aufstand geben müssen, aber es blieb still. Der Wesenskern der CDU war es mal, das historisch Richtige zu tun, was noch niemand so klar erkennen konnte. Heute tun sie das historisch Falsche, obwohl es jeder erkennen kann.

Merz behauptet plötzlich, der Atomausstieg sei unumkehrbar.
Millionen Menschen in ihren Milieus sind ihren einst heiß geliebten Parteien nicht davongelaufen, sie sind zurückgelassen worden, weil sie nicht dem experimentell-zerstörerischen politisch-medialen Zeitgeist des Berliner Regierungsviertels folgen wollten. Statt ihre jeweiligen Milieus zu bedienen, haben Politiker ein eigenes Milieu begründet, das nach vollkommen eigenen Regeln funktioniert. Die wichtigste Regel lautet: Wer nicht aufmuckt, hat nichts zu befürchten, die Versorgung ist für die Ewigkeit, man kann gar nicht so sehr versagen, dass man nicht noch befördert würde. Nicht einmal verheerende Wahlergebnisse und katastrophale Vertrauenswerte in allen Umfragen können CDU und SPD dazu bewegen, auf ihren Irrwegen umzukehren. Das Korrektiv der Demokratie erreicht CDU und SPD nicht mehr. Es war der Bundeskanzler höchstselbst, der im Wahlkampf offen sagte, dass in der Politik offenbar fast alle für Dienstwagenschlüssel fast alles bereit sind zu tun.
Die SPD ist der CDU auf dem Weg des Niedergangs ein gutes Stück voraus, aber die CDU folgt ihr unbeirrt. Beide Parteien begreifen Politik als Umerziehung und Neugestaltung ihrer Wähler.

Die SPD ist der CDU auf dem Weg des Niedergangs ein gutes Stück voraus.
Beide Parteien fragen sich, wie sie den besseren Menschen schaffen können, statt das Leben der Menschen zu verbessern.
Beide Parteien vertreten mit der ideologischen Klimapolitik unbeirrt das größte gesellschaftliche Umbauprojekt der Weltgeschichte, das die deutsche Volkswirtschaft schlichtweg nicht überleben KANN, weil die Naturgesetze unbezwingbar sind. Wachstum mit WENIGER Energie ist unmöglich. Keine Zivilisation ist jemals gewachsen, indem sie ihre Energie-Infrastruktur zerstört hat.
Beide Parteien haben sich absolut entschieden, das wahnwitzige Experiment des Sozialstaats mit offenen Grenzen zu wagen und fortzusetzen, egal wie verheerend die Folgen sind. Beide Parteien haben das Schutzversprechen des Staates nahezu restlos aufgegeben. Christian Ulmen ist CDU und SPD eine Aktuelle Stunde im Bundestag wert, aber die zwei Gruppenvergewaltigungen pro Tag, meistens durch illegal eingereiste Migranten, finden kaum Beachtung.
Beide Parteien sind sich einig darin, dass man den Menschen Milliarden wegnehmen darf, bevor man selbst auch nur einen Cent einspart. Die Gier nach unserem Geld ist grenzenlos. Früher kümmerte sich die SPD um die Arbeiter und die CDU um die Arbeitgeber. Heute schröpfen CDU und SPD gemeinsam Arbeiter und Arbeitgeber, um die astronomischen Kosten von illegaler Migration und sogenannter Energiewende zu subventionieren. Die Löcher in Haushalt und Krankenkassen sind 2028 so groß wie der gesamte Haushalt Ende der 70er Jahre – und das trotz 500 Milliarden Euro Schulden.
Die Worte des Bundeskanzlers sind so wertlos, wie die Stimme des Vizekanzlers brüchig ist. Seit Jahren beschwört Regierung um Regierung eine strahlende Zukunft, die einfach nicht kommen will.
Die SPD hat kein Aufstiegsversprechen mehr zu bieten. Die CDU bewahrt und beschützt nicht mehr, was in diesem Land einst gut und mit Vernunft funktioniert hat: Energieversorgung und innere Sicherheit.
Schröder sah es kommen – niemand hörte zu
Den Abstieg erst seiner SPD, dann beider großen Volksparteien, hat der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder prophetisch vorhergesagt. Er spürte, wie die Parteien sich von der Lebensrealität der Menschen immer weiter entfernten:
Die Weigerung, Realität zur Kenntnis zu nehmen und in der Realität Politik zu machen – das beschreibt heute längst nicht mehr nur die SPD, sondern auch die CDU, die sich die unendliche Umverteilungspolitik der SPD aufzwingen lässt.
Die gute Nachricht aber lautet heute: Wandel ist möglich!
Und aller Wandel beginnt nicht mit der Politik. Wandel beginnt mit Ihnen und mit uns. Ich möchte Ihnen diesen Wandel an einem Beispiel aufzeigen, das Sie und wir, das wir gemeinsam möglich gemacht haben:
Unser NIUS-Buch „Links–Deutsch, Deutsch–Links“ steht seit heute auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Ich möchte hier gar keine Werbung machen, ich möchte Ihnen nur sagen, warum das von so überragender politischer und gesellschaftlicher Bedeutung ist. Die Bestseller-Listen sind ein Gradmesser für die Stimmung im Land. Die Wirkmacht dieser Listen reicht tief hinein in die politisch-medialen Eliten. Was dort oben steht, das kann nicht mehr ignoriert werden. Nach unzähligen Klima-Büchern von Habeck, Neubauer und Greta, nach zahllosen Pamphleten des neuen grünen Sozialismus steht da oben nun ein Buch, das nur ein Ziel hat: den wichtigsten Macht-Mechanismus des links-grünen Lagers, die allmächtige linke Sprache in unserer Gesellschaft zu entlarven und ihre Mechanismen zu erklären. Mit linken Kampfbegriffen, die allzu oft so sanft und freundlich daherkommen wie die „Energiewende“ oder so anschlussfähig wie der allgegenwärtige „Kampf gegen Hass und Hetze“, ist seit Jahren Unglück übers Land gebracht worden, von der Zerstörung der besten Kraftwerke der Welt bis zur Hausdurchsuchung im Morgengrauen für harmlose und vollkommen legitime Witze über die Mächtigen.
Unser Buch ist der Anfang vom Ende dieser linken Hoheit über unsere Sprache und politisches Gedankengut. Die Befreiung hat begonnen.

Das erste NIUS-Buch ist seit dem 16. März im Buchhandel erhältlich.
Diesen spektakulären Sieg über den linken Kulturkampf möchte ich heute nutzen, um Ihnen etwas vorzuschlagen: Lassen Sie den Wandel, die Revolution der Vernunft, die sich gerade anbahnt, bei sich selbst beginnen.
Und ich sage Ihnen, wie Sie es machen: Es könnte nicht klarer sein, dass dieses Land neue Medien wie NIUS und „Achtung, Reichelt!“ braucht als relevantes Gegengewicht zu der entzauberten Propaganda, die uns öffentlich-rechtliche Erziehungsmedien und Hauptstadtjournalisten jahrelang geliefert haben. Die Politiker, die im Bundestag sitzen, müssen akzeptieren, dass sie es mit einer neuen Öffentlichkeit zu tun haben, dass sie nicht mehr unter dem Geleitschutz der Regierungsmedien durchregieren und Versprechen um Versprechen brechen können. Sie müssen merken, dass die aufmerksame, leidenschaftliche Machtkritik zurück ist und unbestechlich auf die Fakten blickt. Deswegen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, schreiben Sie Ihrem CDU-Abgeordneten eine ganz einfache und höfliche E-Mail. Schreiben Sie Ihrem Abgeordneten, dass Sie Zuschauer, Leser, Hörer von NIUS und „Achtung, Reichelt!“ sind.
Wer Ihr CDU-Abgeordneter ist, können Sie ganz einfach auf dieser Internetseite herausfinden: https://www.bundestag.de/abgeordnete.
Geben Sie einfach Ihre Postleitzahl ein und Sie erfahren, wer Ihr Abgeordneter ist und wie Sie ihn erreichen können. Hier ist, was Sie ihm schreiben können:
Sehr geehrter Herr oder sehr geehrte Frau Abgeordnete,
Ich schreibe Ihnen heute als Bürger in Ihrem Wahlkreis. NIUS hat in den letzten Tagen intensiv über mögliche geplante Steuererhöhungen und die Worte des Bundeskanzlers zum Atomausstieg gesprochen. Der Bundeskanzler hat im Wahlkampf und auch noch nach der Wahl versprochen, die Steuern nicht zu erhöhen.
Den Atomausstieg hat er als strategischen Fehler bezeichnet. Deswegen möchte ich Sie höflich bitten, darauf hinzuwirken, dass die CDU den Weg zurückfindet zu einer konservativen Kraft der Vernunft. Bitte erinnern Sie den Bundeskanzler an sein Steuerversprechen und setzen Sie sich dafür ein, dass der strategische Fehler des Atomausstiegs rückgängig gemacht wird. Beides ist – so sieht es die Mehrheit der Bürger und die Mehrheit der CDU – überlebenswichtig für unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand.
Mit freundlichen Grüßen
Hunderttausende Menschen sehen jede Folge von „Achtung, Reichelt!“. Ich verspreche Ihnen, egal, ob Sie die CDU gewählt haben oder nicht: Wenn nur jeder Hundertste eine solche Mail an seinen CDU-Abgeordneten abschickt, dann verändern wir gemeinsam etwas in Berlin, dann verändern wir das Land. Lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, die Vernunft zurückzuholen!
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