Die Leute wollen Deutschland nicht verlassen, aber sie wandern wegen der schlechten Politik einfach aus
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Viele Deutsche, die ein neues Zuhause im Ausland gefunden haben, schwärmen nicht als erstes von Sonne, Strand und Palmen. Sie sagen etwas anderes, und das klingt bei vielen gleich: „Ich habe es in Deutschland nicht mehr ausgehalten, dabei liebe ich meine Heimat“, ist eine typische Antwort.
Was sie meinen, ist die Unzufriedenheit mit der Politik. Man kann das mit einer Umfrage belegen, die der MDR kürzlich in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemacht hat. 22.000 Antworten wurden ausgewertet. Der MDR befragte Jana (44) aus Dresden. Sie sagte: „Das Vertrauen in die Politik ist weg. Es gibt doch nichts Positives mehr.“
Wie die Menschen in diesen drei Ost-Bundesländern ticken, gilt in gewissem Maße für ganz Deutschland, sagt mir mein gesunder Menschenverstand. Wenn man diese Antworten kennt, weiß man, warum in einem Jahr 268.167 Deutsche ausgewandert sind.

Die Schweiz: ein beliebtes Fluchtziel der Deutschen
In der Befragung geben zwei Drittel an, „sehr unzufrieden“ mit der derzeitigen Arbeit der Bundesrepublik zu sein. Noch einmal ein Fünftel ist „eher“ unzufrieden. Ganz oben in der Unzufriedenheits-Skala steht die unkontrollierte Massenmigration. Die Ausländer-Kriminalität ist in Deutschland weiter angestiegen. 2022 schnellte der Anteil tatverdächtiger Ausländer auf 41 Prozent hoch, obwohl der Ausländer-Anteil in der Bevölkerung bei nur 15 Prozent liegt. Weil das so ist, fühlen sich zum Beispiel immer mehr Frauen mit kleinen Kindern nicht mehr sicher.
Die Deutschen, die zum Beispiel nach Mallorca ausgewandert sind, kennen solche Gefühle der Angst nicht mehr. Die größte Insel der Balearen hat eine niedrige Kriminalitätsrate: Die Insel-Bewohner müssen sich nicht vor Mord, Totschlag, Überfällen fürchten. Was auf Mallorca passiert: Einbrüche und Autodiebstähle. Auch nicht schön, aber nicht lebensgefährlich.
„Deutschland – das sind Schützenfeste und kaltes Bier“
Wer mit einem Auswanderer ins Gespräch kommt, erlebt etwas Verblüffendes, wie ich finde. Ich habe mit einigen Deutschen sprechen können – auf Fuerteventura zum Beispiel, in Ungarn, in Sardinien. Die Gespräche gingen immer gleich los – und hörten immer gleich auf. „Es ist so schön hier, wir sind so glücklich.“ Dann, nach ein paar Stunden und nach ein paar Gläsern Rotwein, waren die Sätze anders.
Fast in Tränen hörte ich Worte wie diese. Sie stammen von einer guten Freundin von mir, die mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern vor sechs Jahren auf die spanische Insel Fuerteventura ausgewandert sind. Sie sagte spät am Abend: „Deutschland – das sind Schützenfeste und kaltes Bier. Das sind Spaziergänge in den bayerischen Bergen, das ist der Rhein, das ist Heidelberg, das ist die Gemütlichkeit in einem Bierzelt. Das sind die Orte, die mein Herz berühren. Die Erinnerung daran kann mir keiner nehmen. Ich liebe es, Urlaub in Deutschland zu machen. Aber dort wieder zu leben – davor hätte ich Angst.“
Manchmal liegt das Schöne und das Traurige dicht beieinander.
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