Debatte um Kinderarmut und Migration: Die Wahrheit ist nicht rassistisch
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Es ist typisch für den Menschen, bei Kritik eine Schutzhaltung einzunehmen – ob die Kritik berechtigt ist, spielt dabei keine Rolle. Der Schutzreflex in der deutschen Migrationsdebatte ist der Rassismus-Vorwurf. FDP-Chef Christian Lindner muss derlei Zuschreibungen gerade aushalten, nachdem er eine bittere Realität beschrieben hat.
Die Zahl der Kinder, die in Deutschland von Sozialhilfe leben, wird seit Jahren durch Zuwanderung befördert. Ohne Migration wäre die Entwicklung der Zahlen sehr positiv, durch Zuwanderung und den damit verbundenen Integrationsproblemen stagniert sie. Das ist die Wahrheit – und die ist niemals rassistisch.
Wer „Rassismus“ ruft, will nicht über das eigentliche Problem sprechen – es besteht schließlich die Gefahr, sich Fehler eingestehen und das eigene Weltbild hinterfragen zu müssen. Man bräuchte zudem Argumente gegen die unerbittliche Nüchternheit deutscher Behörden-Statistiken. Statt über das real existierende Problem, wollen „Rassismus“-Rufer lieber über die Debatte als solche debattieren. Als Ablenkungsmanöver. „Wem könnten solche Aussagen nutzen?“, „Wer fischt an welchem Rand?“ und „Gibt es nicht auch Deutsche, die dies und jenes tun?“ sind dann wichtiger als die Frage, wie Kinder aus der drohenden Armut befreit werden können.

Gerade Kinder mit Migrationsgeschichte sind statistisch öfter von Kinderarmut betroffen.
Deshalb ist dieser Rassismus-Reflex selbst eine schräge, möglicherweise ungewollte Art von Rassismus.
Denn er verhindert den Schritt, der auf die Erkenntnis eines Missstandes folgt: der Versuch der Lösung, der Versuch, dass weniger ausländische Kinder vom Geld des Staates abhängig sind. Das Hinterfragen, warum Zuwanderer sich so schwer tun, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen; das Hinterfragen der Rolle überlasteter Ämter, die für die Entscheidung über Asyl-Gesuche Monate, teils Jahre brauchen, in denen Zuwanderer nicht arbeiten dürfen; das Hinterfragen von fehlendem Integrationswillen und der Tatsache, dass vielen Zuwanderern schulische und berufliche Qualifikationen fehlen, um am Arbeitsmarkt eine Chance zu haben. All das bleibt aus, wenn Fakten zum Tabu werden.
Wer schon das Benennen von nüchternen Statistiken – der Realität – verteufelt, tut vielleicht was für sein anti-rassistisches Seelenheil, schadet am Ende aber genau den Menschen, die man mit „Rassismus“-Rufen zu schützen versucht.
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