Generation Gewalt: Was ist bloß mit unseren Kindern los?
Ein Beitrag von
Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache, und die ist nicht schön: Die Straftaten von Kindern und Jugendlichen zwischen 14 und 18 ist „auf dem höchsten Niveau der letzten zehn Jahre“, sagt das Münchener Polizeipräsidium.
Das gilt nicht nur für die bayerische Landeshauptstadt. In ganz Deutschland ist laut WDR die Zahl tatverdächtiger Kinder um 35,5 Prozent gestiegen. Dazu gehört die Gewalt an Schulen, über die NIUS mehrfach berichtete. 2014 waren drei Viertel der Delikte bei Kindern und Jugendlichen noch Diebstähle. Jetzt wird gegen die Hälfte aller Kinder an Schulen wegen Körperverletzung ermittelt, genau gegen 44,6 Prozent – das waren bundesweit 93.095 Personen.
So klar diese Zahlen sind – was dahintersteckt, ist viel schwieriger zu ergründen. Psychologen analysieren verschwurbelt. Ein in der Münchener Polizeistatistik nicht namentlich genannter Psychologe formuliert es so: „Kriminologisch fällt auf, dass die maßgeblichen Entstehungsfaktoren von durch Jugendliche begangene Kriminalität oftmals dysfunktionale Familienstrukturen und Perspektivlosigkeit liegen – außerhalb des unmittelbaren Einflussbereiches der Polizei.“

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU)
Kinderkriminalität bleibt ein Tabuthema
Diese Aussage bringt uns nicht wirklich weiter – vor allem besorgte Eltern nicht. Was wir wissen, ist dies: Die häufigsten Taten bei Kindern und Jugendlichen sind Diebstahl, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Rauschgiftdelikte. Als neuen Trend macht die Kriminalstatistik das Versenden kinderpornografischer Video- und Bilddateien in Chatgruppen auf. Selbst Schülerinnen und Schüler teilen solche Inhalte auf ihren Smartphones, wie der WDR berichtet. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) fordert, dass sich die nächste Innenministerkonferenz mit der Kinder- und Jugendgewalt beschäftigt. Als Ursache sieht er mangelnde Sozialkompetenz in der Altersgruppe. „Aber auch das Internet mit all seinen zwielichtigen Seiten, teils gewaltverherrlichenden Videos oder Spielen, die da kursieren, wird seinen Anteil daran haben.“
Es gehört schon Mut dazu, Wahrheiten so auszusprechen, wie Innenminister Reul das tut. Denn noch immer ist das rasante Anwachsen der Kinderkriminalität in Deutschland weitgehend ein Tabuthema. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir: Natürlich hat das alles auch mit dem schnell wachsenden Ausländeranteil in unseren Schulen zu tun. Damit einhergehend sind mangelnde Sprachkenntnisse, ein Grund für viele Schlägereien, auch auf den Schulhöfen.
Nur: Reden will fast keiner darüber, weil man nicht aussprechen darf, was nicht sein soll. Die neuen alarmierenden Zahlen sollten die Politik wachrütteln, es ist höchste Zeit.
Mehr NIUS: Tatort Schule: So explodiert die Gewalt auf unseren Pausenhöfen
Mehr NIUS:
Die Badewanne stirbt aus, dabei brauchen wir sie dringender denn je
Der Staat will nicht, dass Sie diese Werbung sehen!
Merz in Mecklenburg-Vorpommern: Der Beifall war enden wollend
Der Deutsche Gewerkschaftsbund sägt an dem Ast, auf dem alle Arbeitnehmer sitzen
Ein schwarz-grünes Northvolt-Debakel: Wie aus 300 Millionen Euro nur noch 31 wurden
Die Umbenennung des Hindenburgdamms steht für Deutschlands ewigen Kampf gegen die eigene Geschichte
Die Akte „Lügenfritz“ – Politiker verbreiten Desinformation, aber die Bürger werden verurteilt
Thomas und Lisa Müller: Blick hinter die Fassade des Glücks
Mehr NIUS:
Der Deutsche Gewerkschaftsbund sägt an dem Ast, auf dem alle Arbeitnehmer sitzen
Ein schwarz-grünes Northvolt-Debakel: Wie aus 300 Millionen Euro nur noch 31 wurden
Die Umbenennung des Hindenburgdamms steht für Deutschlands ewigen Kampf gegen die eigene Geschichte
Die Akte „Lügenfritz“ – Politiker verbreiten Desinformation, aber die Bürger werden verurteilt
Thomas und Lisa Müller: Blick hinter die Fassade des Glücks
Frei ist nur das Ich!
Warum Julia Klöckner die schickste Frau im Bundestag ist
Merz sagt, in 30 Jahren wird alles besser – ich freu mich schon drauf
Louis Hagen
Artikel teilen
Kommentare