Gutmenschen-Kampf gegen Tesla: E-Autos? Ja! Aber bitte nicht vom bösen Elon Musk …
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Die Zukunft der Tesla-Gigafactory in Grünheide (Brandenburg) steht möglicherweise auf der Kippe, berichtet Focus online.
Wasserproben hatten erhebliche Grenzwertüberschreitungen aufgezeigt. Der Wasserverband Strausberg-Erkner WSE: Tesla (1000 Mitarbeiter) überschreite den „refraktären Phosphorwert“ sowie die Gesamtwerte für Stickstoff. Die erlaubten Grenzwerte sollen bis zum Sechsfachen höher gewesen sein. Der Wasserverband drängt darauf, Tesla die Abwasserleitung abzustellen – das käme einem Produktionsstopp gleich. Tesla: Bei uns hat sich noch keiner offiziell beschwert.
Jetzt haben 100 „Aktivisten“, wie sich selbst nennen, ein Waldstück in Grünheide bei Berlin besetzt. Sie unterstützen ein Votum der Einwohner gegen eine Erweiterung des Tesla-Geländes. Ihre Initiative heißt: „Tesla stoppen“.
Arbeitsplätze gerne, aber bitte keine Veränderung
Tesla und Grünheide – sie werden nie Freunde werden. Hier der reichste Mensch des Universums, der die Welt mit abgasfreien E-Autos versorgt. Sein Motto: Think big! Dort besorgte Brandenburger Bürger, die sich zu zwei Dritteln gegen eine Erweiterung der Tesla-Fabrik aussprechen. Es ist wie der berühmte Satz „Wasch mir den Pelz – aber mach mich nicht nass“. Also: Wir brauchen zwar klimafreundliche Autos. Aber sie sollen nicht bei uns gebaut werden. Wir wollen nichts damit zu tun haben. Ein uramerikanischer Unternehmer stößt auf gute deutsche Bürokratie und den Grundsatz: Arbeitsplätze gerne, aber es darf sich nichts verändern in unserer beschaulichen Gemeinde zwischen Kiefernwäldern, Seen und Flüssen, in der in allen Ortsteilen zusammen rund 9000 Einwohner leben.

Das Tesla-Werk in Grünheide
Auf der einen Seite der Superkapitalist Elon Musk. Er will die Kapazitäten von jetzt 500.000 Fahrzeugen pro Jahr auf eine Million Fahrzeuge erweitern. Noch einmal sollen 100 Hektar Wald gerodet werden, vor allem, um Lager- und Logistikflächen anzulegen. Auf der anderen Seite die besorgte Bevölkerung, die mitbestimmen kann. Viele sehen in der Fabrik, die CO2-freie Autos herstellt, eine Gefahr für die Umwelt („Tesla den Hals abdrehen“), vor allem für das Wassersystem für die Region. Andere, vor allem die Jungen, freuen sich über die Arbeitsplätze (bisher 1000).
Mein gesunder Menschenverstand sagt mir: Es geht noch um etwas anderes – die besondere grüne Ideologie. Die Leute sollen E-Autos fahren, aber es gibt zu wenige Ladestationen (da arbeiten wir dran). Die Leute sollen E-Autos fahren, aber irgendwo müssen sie gebaut werden (nur nicht bei uns). Die Leute sollen E-Autos fahren, aber die seltenen Erden für die Batterien werden oft von Kindern abgebaut (da gucken wir nicht so genau hin).
Wenn Musk scheitert, scheitert er auch an der grünen Ideologie.
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