Habeck, du Heuchler: Ihr verfrühstückt, was wir geschaffen haben!
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Sie besitzen Einfamilienhäuser und haben zu viel Wohnraum pro Person, lieben Verbrenner-Autos, fliegen gerne in Urlaub, essen mit Wonne Steaks und Würste vom Grill und sind mit ihrer Nach-mir-die-Sintflut-Haltung schuld an der Klimakrise.
Kurz: Sie sind die „Umweltsäue“, eigentlich Schuld an allem. Zumindest in den Augen der Grünen, die die Lebensgewohnheiten der Generation der zwischen 1955 und 1969 Geborenen in den letzten Jahren massiv kritisiert haben. Die Rede ist von den Babyboomern.

Viele Baby-Boomer haben sich den Traum vom Eigenheim durch harte Arbeit verwirklicht.
Gute Träume, schlechte Träume
Die Babyboomer ... Sie haben hart gearbeitet, um sich den urdeutschen Traum vom Eigenheim verwirklichen zu können. Damit sie etwas an ihre Kinder vererben können – und die es einmal besser haben als sie selbst. Diesen Lebensentwurf kennen wir, die zu eben jener schuldig gesprochenen Generation gehören, alle.
Anton Hofreiter, Abgeordneter der Grünen im Bundestag, kritisiert: „Einparteienhäuser verbrauchen viel Fläche, viele Baustoffe, viel Energie, sie sorgen für Zersiedelung und damit auch für noch mehr Verkehr.
Seit Robert Habeck und die Grünen in der Regierungsverantwortung sind, nimmt die Kritik an den Lebensgewohnheiten dieser Jahrgänge kein Ende. Sie kann gar nicht scharf genug ausfallen. Alles, was dieser Generation wichtig war, wofür sie gearbeitet, gelebt und wovon sie geträumt hat, ist plötzlich falsch. Mehr noch: Sie werden dafür verantwortlich gemacht, dass junge Menschen sich hysterisch weinend auf Straßen kleben, weil sie Angst haben, bald der Klimakatastrophe zum Opfer zu fallen und ihrer Zukunft beraubt worden zu sein.

Robert Habeck und seine Partei dreschen seit zwei Jahren auf die Boomer-Generation ein.
Das Problem: Die Babyboomer sind genau die Generation, die viel an den Haken gekriegt hat. Und zwar genau das, was heute verfrühstückt wird.
Ein unmoralisches Angebot
Ende Oktober dann die Kehrtwende: Robert Habeck macht der verachteten Generation ein Angebot. Auf Seite 39 seines Strategiepapiers „Industriepolitik in der Zeitenwende“ findet sich unter Punkt 2.1 „Stärken, was uns wettbewerbsfähig macht“ ein Angebot an Arbeitnehmer, die zeitnah ihre wohlverdiente Rente antreten können.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, sollen finanzielle Anreize Rentner zum Weiterarbeiten bewegen.
Wer länger arbeitet, soll belohnt werden und die Arbeitgeberbeiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung zusätzlich ausgezahlt bekommen. Das sind etwa zehn Prozent des Bruttogehalts. Klingt großzügig. Für viele Menschen, die nicht mit Erreichen des Regelrentenalters aufhören wollen und gerne weiterarbeiten möchten, vielleicht sogar ein Anreiz.
Das kann Einkommen um fast 10.000 Euro im Jahr erhöhen. Natürlich nur die höheren Gehälter, das Angebot bevorteilt ganz klar Akademiker. Für Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich fällt der Anreiz deutlich geringer aus. Handwerker, die 45 Jahre körperlich hart gearbeitet haben, finden das Ansinnen Habecks wahrscheinlich weniger attraktiv, obwohl auch sie gerne gearbeitet haben.
Wir können was, was du nicht kannst
Und da sind wir beim Punkt: Die so stark gescholtene Boomer-Generation kann etwas, was Nachfolgende nicht mehr so gut können: hart arbeiten. Durch ihren Einsatz hat diese Generation den Wohlstand Deutschlands über Jahrzehnte gesichert. Wir alle haben davon profitiert und tun das noch.
Das hat offenbar auch Robert Habeck erkannt und es flugs zum Teil seiner Strategie gegen den Fachkräftemangel gemacht. „Stärken, was uns wettbewerbsfähig macht.“ Schwarz auf weiß steht es in seinem Papier. Die Arbeitskraft der 68- bis 55-Jährigen hat uns im internationalen Wettbewerb in den letzten sechzig Jahren bestehen lassen.
Ricarda Lang, Co-Vorsitzende der Grünen, hält die 40-Stunden-Woche übrigens für „eine Idee aus dem letzten Jahrhundert."

Völlig planlos: Die Ampel-Regierung unter Bundeskanzler Scholz hat kein Konzept, um den massiven Fachkräftemangel abzubauen.
Diese Regierung hat kein Konzept, den Fachkräftemangel nachhaltig zu beheben. Stattdessen sollen hart arbeitende Menschen, die seit zwei Jahren fast täglich von Ampel-Politikern beschimpft und gemaßregelt werden, auf ihren wohlverdienten Rentenstand verzichten und der Regierung in ihrem kläglichen Versagen den Hintern retten.
Verlogener kann ein Politiker kaum agieren.
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